Doch es gibt Bedingungen

Schäuble sagt Griechenland weitere Hilfe zu

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Berlin - Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Griechenland weitere Hilfe in Aussicht gestellt - doch es gibt auch Bedingungen. Außerdem würde es sich um eine deutlich kleinere Summe handeln.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Griechenland weitere Hilfe in Aussicht gestellt, wenn es sich an alle Verabredungen hält und seinen Reformprozess fortsetzt. "Wenn Griechenland bis Ende 2015 alle Verpflichtungen erfüllt hat und einen Primärüberschuss im Haushalt erzielt und dann noch ein weiterer Finanzierungsbedarf besteht, dann sind wir bereit, noch etwas zu tun", sagte Schäuble der "Rheinischen Post" vom Samstag. "Das würde dann aber im Zweifel eine viel kleinere Summe sein als die bisherige Hilfe", fügte der Minister hinzu.

Ob ein drittes Hilfspaket notwendig sein werde, "werden wir Mitte des Jahres sehen", sagte Schäuble. Jetzt müsse Griechenland "erst einmal die fälligen Verpflichtungen erfüllen". Athen habe bei der Überwindung der Krise schon Fortschritte erzielt. "Niemand bestreitet, dass Griechenland deutliche Fortschritte gemacht hat, mehr als viele dem Land zugetraut haben", sagte Schäuble. "Aber: Sie müssen ihre strukturellen Reformen fortsetzen und die Verabredungen einhalten."

Derzeit laufendes Hilfsprogramm endet Mitte 2014

Griechenland hatte im Jahr 2010 am Rande des Bankrotts gestanden und erhielt in der Folge massive internationale Finanzhilfen von den EU-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Einem ersten Hilfsprogramm im Umfang von 110 Milliarden Euro folgte im Jahr 2012 ein zweites im Umfang von 130 Milliarden Euro. Zudem erließen private Gläubiger Athen Schulden in Milliardenhöhe.

Das derzeit laufende zweite Hilfsprogramm endet Mitte 2014. Doch klafft für die zweite Jahreshälfte bereits ein neues Finanzloch von elf Milliarden Euro, wie der griechische Finanzminister Giannis Stournaras am Mittwoch eingeräumt hatte. Wie es gestopft werden soll, ist ungewiss. Seit Jahresbeginn hat Griechenland den Vorsitz im Europäischen Rat inne.

AFP/dpa

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