2010 war für den Einkaufssender ein Rekordjahr

Rekordjahr: Einkaufssender QVC schafft Jobs in Kassel

Der Einkaufssender QVC baut seine Call-Center aus

Kassel. Beim Einkaufsfernsehsender QVC brummt das Geschäft und das Callcenter in Kassel hat auch etwas davon: Die Belegschaft soll in diesem Jahr um rund 100 Mitarbeiter wachsen, kündigte der Vorstandschef von QVC Deutschland, Ulrich Flatten, am Dienstag an.

Derzeit arbeiten in Kassel 692 Beschäftigte, viele von ihnen in Teilzeit. Fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Leiharbeiter beschäftigt das Unternehmen nicht.

In Kassel und im Callcenter Bochum gingen im vergangenen Jahr 26,7 Millionen Bestellungen ein. Doch die 6,2 Mio. Kunden, die Produkte fürs Heim, Kosmetik, Schmuck oder Kleidung bestellten, schauten nicht nur Fernsehen: „Wir sind dabei, zum Multimedia-Versandhändler zu werden“, sagt Flatten. Social Media heißt dabei das Zauberwort. QVC-Kunden können sich bei Facebook über die Produkte unterhalten und Twitter nutzen. Eine Applikation für den Tablet-Computer iPad gibt es bereits, weitere der Apps genannten kleinen Programme sind geplant, etwa für das Smartphone iPhone. Der sogenannte E-Commerce, die Bestellung über das Internet macht bereits 13 Prozent des Gesamtumsatzes von QVC Deutschland aus, der 2010 um sieben Prozent auf 719 Millionen Euro stieg. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte bereinigt um elf Prozent auf 136 Mio. Euro zu. Für QVC war 2010 nach eigenen Angaben „das erfolgsreichste Jahr seiner Geschichte. Der zweite Sender QVC Plus war im September in Düsseldorf an den Start gegangen. QVC ist eine Tochter des börsennotierten US-Konzerns Liberty Media. Deutschland ist nach den USA und Japan der drittgrößte Markt des Einkaufssenders. Dieser setzte im vergangenen Jahr weltweit 7,8 Milliarden Dollar (5,6 Mrd. Euro) um.

2010 setzte der deutsche Versandhandel nach Angaben seines Branchenverbandes bvh 30,3 Mrd. Euro um. Teleshopping hat daran einen Anteil von 1,3 Mrd. Euro – ein Volumen, das gegenüber dem Vorjahr stabil blieb. QVC ist in dieser Nische mit einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent der Platzhirsch. Das Verkaufen mit der Fernsehshow werde der Schwerpunkt des Geschäfts bleiben. Auswirkungen für die Beschäftigung im Call-Center sieht Flatten wegen des Ausbaus des Online-Handels nicht: Viele Kunden sehen sich die Artikel im Internet an und bestellen dann per Telefon.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.