Vorbeugemaßnahmen im Beruf

Schlafmediziner wollen spezielles Licht für Nachtarbeiter

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Manche Menchen bleiben noch bis tief in die Nacht im Büro. Aufgrund gesundheitlicher Risiken bringen Experten Veränderungsmaßnahmen ins Spiel. Foto: Oliver Berg

In manchen Branchen gehört die Nachtschicht zur Tagesordnung. Für die betroffenen Arbeitnehmer stellen diese Bedingungen jedoch ein gesundheitliches Risiko dar. Deswegen fordern Schlafmediziner eine Veränderung der Beleuchtungsverhältnisse.

Dresden (dpa) - Schlafmediziner fordern ein spezielles Licht für nachts arbeitende Menschen. Eine Umstellung der Beleuchtung sei ein wichtiger Schritt gegen die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit, betonte die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM).

Auf die Dringlichkeit der Veränderung wies die DGSM im Vorfeld ihrer Jahrestagung in Dresden hin. Es sei wissenschaftlich erwiesen, "dass regelmäßiges Arbeiten in Nachtschicht krank macht". Laut DGSM arbeiten fast zehn Prozent der Bundesbürger regelmäßig in Nachtschicht, wodurch ihre "innere Uhr" gestört ist.

Bei dem Dresdner Kongress (1. bis 3. Dezember) werden sich laut DGSM rund 2000 Experten auch zum Thema Nachtschichtarbeit und den neuesten Erkenntnissen austauschen. Sie gilt wegen der Unterdrückung des Dunkelhormons Melatonin durch Licht als "wahrscheinlich Krebs erregend", betonte die DGSM. Bei rotierendem Schichtsystem sei der Schlaf nach Nachtschichten reduziert.

"Durch die heute zur Verfügung stehende LED-Technologie sollte es in Zukunft möglich sein, Beleuchtungen zu konzipieren, die eine Verbesserung von Aufmerksamkeit und Konzentration der in der Nachschicht beleuchteten Mitarbeiter erreichen - bei gleichzeitigem Fehlen negativer Auswirkungen auf die Gesundheit", schreibt die DGSM. Sie sieht jedoch noch Forschungsbedarf zu den Auswirkungen von Nachtschichten.

Informationen zur Jahrestagung

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