Opel bestreitet Kürzungen für Mitarbeiter

Frankfurt/Main - Laut eines Zeitungsberichts will die Adam Opel AG bei den Mitarbeitern Einsparungen vornehmen. Der Konzern weist dies jedoch zurück.

Die Mitarbeiter des angeschlagenen Autobauers Opel sollen auf einen Teil ihrer für dieses Jahr geplanten Lohnerhöhung verzichten. Das fordere der amerikanische Mutterkonzern General Motors (GM) angesichts des in jüngster Zeit wieder schrumpfenden Absatzes und eines drohenden Milliardenverlusts bei Opel, berichtete die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Betriebsrats- und Gewerkschaftskreise.

Damit wolle GM seine deutsche Automarke wieder profitabel machen. Verhandelt werde über einen Verzicht auf einen Teil der geplanten Lohnerhöhung von 10,8 Prozent in diesem Jahr.

Gewerkschaft sieht keinen Verhandlungsbedarf

"Ich kann bestätigen, dass das Unternehmen an uns herangetreten ist, um zu eruieren, ob wir zu Verhandlungen bereit sind“, sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild, der im Opel-Aufsichtsrat sitzt. „Wir haben geantwortet, dass wir keine Veranlassung zu Verhandlungen sehen.“ Es gebe einen bis 2014 geltenden Vertrag, der auch vom GM-Management unterzeichnet sei.

Die Adam Opel AG hat allerdings einen Bericht um neue Einsparungen beim Lohn ihrer 40 000 Mitarbeiter in Europa zurückgewiesen. Es gehe lediglich um die Ausgestaltung des Sanierungsbeitrags, dem die Arbeitnehmer schon 2010 zugestimmt hätten, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Rüsselsheim: “Dieser Plan war für 2010 und 2011 mit konkreten Maßnahmen unterlegt.“ Jetzt müsse der Plan für die Jahre bis 2014 im Detail ausgestaltet werden.

dapd/dpa

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