KfW schreibt wieder schwarze Zahlen

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Vor einem Jahr hatte die KfW noch einen Verlust von 75 Millionen Euro verzeichnet.

Frankfurt/Main - Nach zwei Verlustjahren hat die bundeseigene KfW Bankengruppe erstmals wieder schwarze Zahlen geschrieben.

Das Institut, das in der Vergangenheit insbesondere wegen seiner früheren Beteiligung an der Krisenbank IKB unter Druck geraten war, wies im ersten Halbjahr 2009 einen Konzerngewinn von 478 Millionen Euro aus. Vor einem Jahr hatte die KfW noch einen Verlust von 75 Millionen Euro verzeichnet. Wie andere Institute bekommt allerdings auch die KfW die wachsende Zahl von Unternehmenspleiten zu spüren.

Das Institut erhöhte daher nach eigenen Angaben vom Montag seine Risikovorsorge für faule Kredite um 403 Millionen Euro. Ferner enthält das Ergebnis Belastungen von 151 Millionen Euro aus der Bewertung von Derivaten, die den Angaben zufolge zu Sicherungszwecken abgeschlossen wurden. Das Betriebsergebnissen vor Bewertungen verbesserte sich deutlich von 758 Millionen auf 1,244 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr hatte KfW-Chef Ulrich Schröder in der Vergangenheit ein “deutlich schwarzes Ergebnis“ prognostiziert.

In den Jahren 2007 und 2008 hatte die inzwischen verkaufte Beteiligung an der Mittelstandsbank IKB der KfW das Ergebnis kräftig verhagelt, hinzu kamen Wertberichtigungen aus der Finanzkrise. 2007 hatte die KfW einen Verlust von knapp 6,2 Milliarden und 2008 noch von 2,7 Milliarden Euro verkraften müssen.

Fördervolumen gesunken

Bis Mitte August gingen den Angaben zufolge 2.151 Anträge mittelständischer und großer Unternehmen auf Unterstützung der KfW aus dem Konjunkturpaket ein. Bisher hat die KfW 1.063 Kredite über insgesamt 2,1 Milliarden Euro zugesagt. Überwiegend würden mittelständische und kleine Unternehmen Anträge mit kleineren Kreditbeträgen stellen.

Gesunken ist dagegen wegen der Konjunkturkrise die Bereitschaft der Unternehmen zu Investitionen. Das Fördervolumen der KfW Mittelstandsbank sank den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahr um 1,4 auf 8,3 Milliarden Euro. Über alle Geschäftsfelder der KfW gerechnet sank das Fördervolumen des Instituts im ersten Halbjahr von 34,7 auf nunmehr 23,2 Milliarden Euro.

Die KfW-Bankengruppe fördert Investitionen, etwa im Bereich Wohnungsbau, kommunale Infrastruktur, Umweltschutz und Mittelstand. Außerdem betreibt sie Exportfinanzierung.

ap

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