Schuldenkrise: Wirtschaftsweise für Umschuldung

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Die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro plädiert für eine Umschuldung

Düsseldorf - Die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro wirft der Regierung vor, die Dimension des Problems "Schuldenkrise" noch immer nicht erkannt zu haben. Ihr Lösungsvorschlag: Umschuldung.

Die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro hat das Taktieren der Politiker in der Euro-Schuldenkrise kritisiert. “Die Regierungen haben die Dimension des Problems immer noch nicht richtig erkannt“, sagt sie dem “Handelsblatt“ (Freitag). Eine umfassende Lösung sei überfällig, um Menschen und Märkten wieder Sicherheit zu geben, betonte das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

So wie Commerzbank-Chef Martin Blessing hält Weder di Mauro eine Kappung der griechischen Staatsschulden für unvermeidbar. “Wir müssen das Problem Griechenland mit einer Umschuldung lösen“, sagte sie.

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Die Ökonomin schlug vor, dass der europäische Rettungsschirm EFSF den privaten Gläubigern ein Tauschangebot unterbreitet. Der EFSF würde griechische Staatsanleihen zum Marktpreis - also bis zu 50 Prozent unter dem Nominalwert - annehmen. Im Gegenzug erhielten die privaten Gläubiger neue, von den Euro-Staaten garantierte Anleihen. “Die neuen Anleihen würden dann noch von der EZB als Sicherheiten angenommen, so dass kein Problem mit dem Urteil der Ratingagenturen entsteht und gleichzeitig die Gläubiger einen Anreiz haben, umzutauschen und die Verluste zu realisieren“, erklärte Weder die Mauro. Das Angebot sollte zunächst nur für Griechenland gelten, später auch für Portugal und Irland.

dpa

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