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Mutter und Kind: Stillen schützt vor Brustkrebs

Schon in früheren Jahrhunderten wurden Schwangerschaften und Stillen als schützende Faktoren bei der Brustkrebsentstehung betrachtet. Der Grund: Man hatte festgestellt, dass Nonnen besonders häufig an diesem Tumor erkranken.

Aktuelle Untersuchungen bestätigen jetzt die Richtigkeit dieser alten Hypothese. Das berichtet Dr. Valerie Beral (Universität Oxford) auf dem Brustkrebs-Symposium in San Antonio (US-Bundesstaat Texas). Wichtig ist laut Dr. Beral einmal das Alter der Frau bei der ersten Geburt: Besonders stark vor Brustkrebs schützen frühe Schwangerschaften um das 18. Lebensjahr. Mit jeder weiteren Geburt und mit zunehmenden Stillzeiten sinkt das Brustkrebs-Risiko dann noch weiter. Nach Berechnungen von Dr. Beral könnte die Brustkrebs-Häufigkeit in den Industrieländern mehr als halbiert werden, wenn die dort lebenden Frauen wieder mehr Kinder bekämen und die Babys länger stillen würden. Solch eine Entwicklung ist aber nicht absehbar.

Bleibt die Erkenntnis, dass kinderlose sowie spät gebärende Frauen ein erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Früherkennungs-Untersuchungen spätestens ab 50 Jahren sind für diese Frauen deshalb besonders wichtig. Am besten hierzu geeignet ist laut der aktuellen EVA-Studie nicht das Mammographie-Screening, sondern die kontrastverstärkte Magnetresonanz-Tomographie (MRT). Darauf weist die Studienleiterin Prof. Christiane Kuhl von der Radiologischen Universitätsklinik Bonn hin. Während mit der MRT 93 Prozent der Brustkrebs-Fälle entdeckt wurden, waren es bei der Mammographie lediglich 33 Prozent. Bildzeile: Frühe Schwangerschaften und Stillen schützen vor Brustkrebs. (sup)

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