Schwacher Euro könnte weltweit für mehr Umsatz sorgen

Continental verbessert Ergebnis auf 2,4 Milliarden Euro

Hannover. Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental will vom Wachstum der Autobranche profitieren und peilt für das Jahr 2020 einen Umsatz von rund 50 Milliarden Euro an.

Dabei soll der Gewinnanteil ähnlich hoch liegen wie heute. „Wir setzen auf den weiter steigenden Bedarf an Mobilität und wachsender Nachfrage unserer Industriekunden“, sagte Konzernchef Elmar Degenhart heute zur Zahlenvorlage. In den nächsten Jahren dürften aus seiner Sicht nicht nur die Menge der gefertigten Autos steigen, sondern vor allem deren Ausstattung mit Elektronik und Software. Das soll Conti doppelt Schwung geben.

Elmar Degenhart

Verglichen mit den Plänen für das Jahr 2015 wären die 50 Milliarden Euro ein Umsatzanstieg von rund einem Drittel - heruntergebrochen auf die einzelnen Jahre klingt das Ziel mit rund sechs Prozent Wachstum weit weniger gewaltig. Dieses Jahr zählt der jüngst übernommene US-Konzern Veyance erstmals zur Conti-Bilanz und soll den Umsatz auf 37,5 Milliarden Euro steigern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag er bei 34,5 Milliarden Euro. Das war ein Plus von 3,5 Prozent. Die Zugpferde waren die Märkte in China und Nordamerika. Das operative Ergebnis (Ebit) wuchs um 2,5 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Der Überschuss lag bei 2,4 Milliarden Euro.

Der schwache Euro, der Produkte made in Germany im Ausland günstiger macht könnte den Umsatz noch weiter anschieben. Continental rechnet mit rund einer Milliarde. Vergangenes Jahr hatte der starke Euro Conti noch ausgebremst.

In den ersten zwei Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist Continental gut gestartet. Degenhardt: „Der Start in das Jahr 2015 verläuft erfreulich und bestätigt unsere Erwartungen für das Gesamtjahr.“

Continental hat 2014 erheblich Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt. Der Aufwand lag bei mehr als 2,1 Milliarden Euro. Das entspricht 6,2 Prozent des Umsatzes.

Degenhart skizzierte außerdem die Unternehmensentwicklung bis 2020: „Wir setzen auf den weiter steigenden Bedarf an Mobilität und wachsender Nachfrage unserer Industriekunden. Das Produktionsvolumen von Fahrzeugen bis 6 Tonnen Gesamtgewicht dürfte auf 100 Millionen bis 105 Millionen Fahrzeuge steigen. Zudem wird die Ausstattung mit Elektronik und Software weiterhin sehr stark zunehmen, angetrieben durch wachsende Ansprüche der Endverbraucher sowie zunehmend strengere gesetzliche Vorgaben bei Sicherheit und Energieverbrauch. Unter anderem auf dieser Basis nehmen wir 2020 mehr als 50 Milliarden Euro an profitablem Umsatz ins Visier“, erklärte Degenhart.

Degenhardt: "Insofern ist der erzielte Gewinn nach Steuern von knapp 2,4 Milliarden Euro oder 11,88 Euro pro Aktie beachtlich. Auf dieser Basis wollen wir die Dividende zum dritten Mal in Folge erhöhen und schlagen eine Auszahlung von 3,25 Euro je Aktie vor. Die Ausschüttungsquote beträgt damit 27,4 Prozent und liegt erneut leicht über Vorjahresniveau.“

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Rubriklistenbild: © dpa

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