Sauna-Hersteller Helo trotzt Krise mit Maßanfertigungen – Umsatz gesteigert

Schwitzen wie ein Scheich

Da fehlt nur noch der Aufguss in der Sauna: Patrick Bolte (links) und Christof Rzeppa sind die Geschäftsführer des Unternehmens im Knüllwalder Ortsteil Wallenstein. Foto: Backovic

Knüllwald. Für die Mitarbeiter der Helo GmbH ist prinzipiell immer die richtige Zeit für einen Aufguss: Der Sauna-Hersteller aus Knüllwald (Schwalm-Eder-Kreis) versorgt Menschen in über 80 Ländern mit den skandinavischen Schwitz-Kisten. Aber nicht nur Scheichs aus den Emiraten lassen es sich in Saunen aus Nordhessen gutgehen – auch in vielen Hilton-Hotels auf der Welt rinnt der Schweiß der Gäste in Helo-Produkten.

2000 Sauna-Kabinen, 2500 Infrarot-Kabinen und 1000 Dampfbäder werden laut Patrick Bolte, der den Betrieb seit zwei Jahren mit Christof Rzeppa leitet, im Jahresmittel im Knüllwalder Ortsteil Wallenstein produziert. 2009 lag der Umsatz bei neun Millionen Euro. Eine leichte Steigerung gegenüber 8,5 Mio im Vorjahr Euro. Auch Helo litt unter der Wirtschaftskrise: Beschäftigte die Firma 2008 noch 85 Mitarbeiter, waren es 2009 nur noch 60. Insgesamt 15 000 Quadratmeter Produktionsfläche hat die Helo GmbH, die zur finnischen Helo Group gehört.

Seit 37 Jahren gibt es die Fertigungsstätte in Wallenstein bereits. Das Erfolgsrezept liegt laut Patrick Bolte in der Erfüllung von Kundenwünschen: „Bei uns gibt es nicht die Sauna von der Stange, wir liefern Maßanfertigungen.“

Bolte weiß: „Die Sauna ist heute längst keine Bretterkiste mehr.“ Denn immer mehr Menschen legen beim Schwitzen großen Wert auf das Design. Deswegen werden Glas und edles Massivholz immer beliebter. Das Holz für die einzelnen Modelle kommt aus der Polar-Region. Eine einfache Sauna gibt es ab 1000 Euro. „Nach oben ist die Grenze offen“, sagt Bolte.

Die Firma änderte jetzt ihren Namen. Knüllwald Helo Sauna heißt inzwischen nur noch Helo. „Der Name ist leicht zu merken. Und er lässt sich viel einfacher aussprechen – gerade für Kunden aus dem Ausland“, sagt Bolte. Wichtig sei ihm auch, dass der Begriff Helo in keiner Sprache negativ besetzt sei.

Von Dorothea Backovic

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