Der Spezialist für Biomasse-Kraftwerke hat einen neuen Finanzinvestor

Seeger macht sich stark

Hess. Lichtenau. Der Energie- und Umwelttechnikspezialist Seeger Engineering AG (Hessisch Lichtenau) stärkt sich mit einem neuen Gesellschafter finanziell den Rücken und stellt damit die Weichen für den Geschäftsausbau.

Das Unternehmen aus dem Werra-Meißner-Kreis plant vor allem Biomasse- und Heizkraftwerke und nimmt sie in Betrieb. An dem Markt, dem der Vorstandsvorsitzende Thomas Krause sehr gute Wachstumsaussichten bescheinigt, will auch die Well development Kleinkauf GmbH (Kassel) teilhaben. Zum Jahresbeginn 2011 steigt sie mit 33 Prozent bei der nicht börsennotierten AG ein. Die Eigenkapitalquote wird dadurch nach Angaben von Seeger-Vorstandschef Thomas Krause von gut 22 auf mehr als 45 Prozent steigen.

Wieviel Geld er mitbringt, sagt Uwe Kleinkauf, Sohn des SMA-Mitbegründers Werner Kleinkauf, nicht. Im elektronischen Bundesanzeiger gibt die Seeger Engineering AG ihr Eigenkapital im Jahr 2009 mit rund 718 400 Euro und ihren Überschuss mit knapp 80 000 Euro an.

Firmengründer Klaus Seeger hat bereits vor Jahren Krause und Vorstandsmitglied Frank Huckschlag an dem Unternehmen beteiligt. Nach der Neuordnung wird Well development mit 33 Prozent größter Anteilseigner sein. Klaus Seeger werden dann noch 16 Prozent gehören. Krause und Huckschlag sind künftig mit 27 und 21 Prozent beteiligt. Zu drei Prozent gehört das Unternehmen den Mitarbeitern.

Seeger Engineering mit 40 Beschäftigten und vier Millionen Euro Umsatz ist nicht nur in Deutschland im Geschäft. In Ungarn sind drei Biomassekraftwerke-Projekte in Arbeit, in den USA drei Produktionsanlagen für das Heizmaterial Pellets.

Nach den Vorstellungen der Anteilseigner soll es nicht dabei bleiben, Anlagen auf dem Papier entstehen zu lassen – man will sie auch betreiben. „Wir wollen am gesamten Kreislauf eines solchen Projekts teilhaben“, sagt Krause. Die Projektentwicklung selbst soll ebenso ausgebaut werden wie das Geschäft mit Energieeffizienz und die Aktivitäten im Ausland. Pro Jahr, schätzt Thomas Krause, werde der Umsatz um ein Fünftel wachsen. Gut ein Zehntel davon soll als Ertrag vor Zinsen und Steuern übrig bleiben.

Das Unternehmen hat einen Finanzinvestor gesucht. Ein Energieversorger kam ebenso wenig in Betracht wie ein Konkurrent. Well development investiert in kleine und mittlere Unternehmen und legt den Schwerpunkt auf Technologie, Gesundheit und Wellness.

Kleinkauf sieht sein Engagement in Hessisch Lichtenau als unbefristet an. Eine Mehrheitsübernahme strebt er nicht an. Der Wirtschaftswisssenschaftler, der in Kassel studierte, hat Erfahrung damit, wie man mit Geld umgeht. Bei dem Solartechnik-Hersteller SMA leitete er das Finanzmanagement – und gehörte zu dem Team, das die Niestetaler an die Börse brachte.

Von Barbara Will

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