Sorge um die Wirtschaftsmacht USA drückt die Aktienmärkte weiter ins Minus

Dax setzt Talfahrt fort

Besorgte Blicke auf die Kursentwicklung an der Börse: Die US-Krise drückt die Aktien der Unternehmen. Foto: dpa

Frankfurt. Rasant steigende Staatsschulden, eine hohe Arbeitslosenquote von 9,2 Prozent, schwaches Wirtschaftswachstum und eine kränkelnde Industrie – die USA sind zum Problemfall der Weltwirtschaft geworden. Daran ändert auch nichts, dass das Repräsentantenhaus in Washington in letzter Minute den Kompromiss im US-Schuldenstreit billigte. Die USA stehen mit 14,3 Billionen Dollar in der Kreide.

An den Börsen drückt die nach wie vor vorhandene Angst vor einem teilweisen Zahlungsausfall der USA weltweit die Kurse. „Offenbar sehen einige darin einen faulen Kompromiss“, sagte ein Händler. Denn an der hohen Verschuldung ändere sich vorläufig nichts. Der Streit habe aber der Welt die politische Zerrissenheit der USA vor Augen geführt.

Der deutsche Leitindex Dax setzte seine am Montag begonnene Talfahrt fort – trotz starker Quartalszahlen der Unternehmen. Der Dax fiel gestern um 2,15 Prozent auf 6804 Punkte. In dem Club der größten 30 deutschen Aktien verbuchte nur die Aktien von Fresenius heute einen Kursgewinn, obwohl Unternehmen wie BMW und die Deutsche Post mit positiven Zahlen glänzten.

Im M-Dax, dem Index der 100 größten Unternehmen Deutschlands, fiel die Talfahrt heftiger aus: Er gab um 3,70 Prozent auf 9955 Punkte nach. Gelingt es den USA in den kommenden Tagen nicht, mit ihrer Politik die Börsen zu beruhigen, dann würde sich der Problemfall USA weiter auf die Weltwirtschaft übertragen und Kreise ziehen, gleich einem Stein, den man ins Wasser wirft. (mwe) WEITERER ARTIKEL

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