Sicherheit ist ein Muss

Täglich genutzt, vielseitig einsetzbar: Gabelstapler sind unverzichtbare Geräte für Unternehmen. Sicherheit ist für die Nutzung ein wichtiger Aspekt. Geprüfte Geräte und geschulte Mitarbeiter garantieren, dass wenig Defekte und Unfälle passieren.

In vielen Unternehmen, ob in Industrie, Gewerbe oder Handel, kommen Gabelstapler zum Einsatz. Mit ihnen werden Waren von A nach B transportiert. Es gibt viele verschiedenen Stapler: zum Beispiel Gasstapler, Dieselindustriestapler, Elektrofrontstapler, Geländestapler, Schwerstlaststapler, Teleskopstapler, Nieder- und Hochhubwagen. Jedes von ihnen hat seine besondere technischen Finessen und damit sein spezielles Einsatzgebiet.

Jährliche UVV-Prüfung

Doch ganz gleich, ob sie im Lebensmittelhandel oder in der Metallindustrie zum Einsatz kommen, Sicherheit ist für den täglichen Einsatz oberstes Gebot. Um hohe Sicherheitsstandards zu gewährleisten sind Unternehmen zu verschiedenen Sicherheitsprüfungen verpflichtet. In Deutschland ist eine jährliche Überprüfung nach den Unfallverhütungsvorschriften (UVV) der Berufsgenossenschaften vorgeschrieben, die durchgeführte Prüfung wird mit einer Plakette angezeigt.

Bei Treibgasstaplern ist zusätzlich eine jährliche Treibgasanlagenprüfung (Über- oder Unterdruckverfahren) sowie eine halbjährliche Abgasuntersuchung vorgeschrieben. „Diese dient dazu, den CO-Gehalt zu überprüfen. Er ist im Teillast- und Volllastbetrieb auf ein Minimum zu reduzieren“, erläutert Michael Hess aus Kassel, der Schulungen im Bereich Gabelstapler anbietet. Sicherheit ist dabei ein wichtiger Aspekt. Bei Gabelstaplern mit Dieselverbrennungsmotor ist eine jährliche Abgasuntersuchung vorgeschrieben. Grundlage hierfür ist die TRGS 554. „Die Schwärzungszahl bei Volllast- und Teillastbetrieb ist ausschlaggebend“, sagt Michael Hess.

Aber nicht nur die Technik kann Sicherheitsmängel mit sich bringen. Auch der Mensch kann eine sicherheitsrelevante Fehlerquelle darstellen. Aus diesem Grund läuft in diesem Bereich ohne Ausbildung nicht. Wer einen Gabelstapler fährt, muss aus diesem Grund einen Befähigungsnachweis, das heißt, einen Fahrausweis beziehungsweise Flurfördermittelschein, vorlegen können. Während der Ausbildung erlernen die Fahrer unter anderem den sicheren Umgang mit dem Gefährt.

Dass all diese Vorgaben wichtig sind und auch ernst genommen werden müssen, machen einige Statistiken deutlich: Am gesamten meldepflichtigen Unfallgeschehen am Arbeitsplatz beträgt der Anteil von Unfällen mit Gabelstaplern 1,3 Prozent. „Die Zahl der tödlichen Unfälle ist stark rückläufig“, berichtet Michael Hess.

Mit 58 Prozent an erster Stelle stehen die sogenannten Anfahrunfälle. Dies sind Unfälle, bei denen Beteiligte vom Stapler angefahren, gestreift oder eingequetscht werden. Unfälle beim Auf- und Absteigen haben einen Anteil von 18 Prozent. Kippunfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit besonders in Kurven oder bei unvorschriftsmäßiger Fahrt mit angehobener Last machen nur vier Prozent aus. Die restlichen 20 Prozent der Unfälle entfallen auf Schäden durch herunterfallende Lasten, unbefugtes Mitfahren oder Montage und Reparatur. Ursache der meisten Unfälle sind Fahrfehler. Aber auch unzureichende Regelung des innerbetrieblichen Verkehrs und Wartungsmängel haben ihren Anteil. HKK

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