Für Sicherheit und Werterhaltung

Wartung und Modernisierung von Steuerungsanlagen: Im Bild eine Anlage für einen Lastenaufzug. (Fotos: Junker)

Lastenaufzüge, Güteraufzüge, Personenaufzüge, Panoramaaufzüge - Aufzüge haben eine festen Platz in unserem Alltag und sind für viele Menschen unverzichtbar. Doch nicht nur für Planung und Einbau, auch für den Betrieb von Aufzügen gibt es umfangreiche Normvorschriften und Regelwerke. Hierbei geht es in erster Linie um die Aspekte der Betriebssicherheit und der Unfallverhütung. Zudem sind Aufzüge langlebige Investitionen, die ohne Pflege und Wartung rasch an Wert verlieren können.

Wartungen und Prüfungen sind gesetzlich vorgeschrieben

Darum schreibt der Gesetzgeber regelmäßige Wartungen und Überprüfungen vor. Damit wird sichergestellt, dass der Aufzug dem aktuellen Sicherheitsniveau entspricht, denn bei Personenaufzügen geht es um die Beförderung von Menschen, bei Lastenaufzügen sind sie Arbeitsplatz. Besondere Anforderungen werden außerdem gestellt, wenn beispielsweise die Benutzung der Aufzüge durch behinderte oder ältere Personen indiziert ist.

Auch die Verantwortung des Betreibers ist geregelt

Mit dem Inkrafttreten der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) am 1. Januar 2003 ist die Verantwortung des Betreibers erheblich gestiegen. Die BetrSichV verlangt eine sicherheitstechnische Bewertung beziehungsweise Gefährdungsbeurteilung von Aufzugsanlagen. Sie wendet sich in erster Linie an die Betreiber und verpflichtet diese direkt, die Vorschriften aus der Verordnung umzusetzen. Das Nichtbeachten dieser Verordnung kann im Falle eines Schadens direkte gravierende straf- und haftungsrechtliche Folgen nach sich ziehen.

Den Betreibern wird daher empfohlen, einen Aufzugswärter innerhalb des Betriebes oder der Immobilie zu benennen. Dieser hat vor allem die Aufgabe, den Zustand des Aufzuges zu kontrollieren, beispielsweise die Schwellen und die Lichtanlage. So kann gewährleistet werden, dass die Anlage permanent überwacht und kleinere Mängel sofort festgestellt werden, bevor eine Störung auftritt. Die kostet in jedem Fall mehr Zeit und Geld.

Zudem sollte jeder Betreiber von Aufzügen ein Interesse daran haben, die Anlage auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten. Waren beispielsweise vor wenigen Jahren noch einfache Lichtschranken ausreichender Sicherheitsstandard, so würden die heute üblichen Lichtgitterschranken den kompletten Öffnungsbereich berücksichtigen. Das ist eine signifikante Erhöhung des Sicherheitsniveaus für die Benutzer.

Für Neuanlagen wie auch im Umbaubereich sollte der Betreiber aus wirtschaftlichen Gründen Wert auf den Einsatz offener, also frei am Markt verfügbarer, Komponenten für Steuerungen, Antriebe, Türsysteme und so weiter legen.

Die Wartungsintervalle richten sich nach Nutzung, Größe, Alter und Art der Aufzüge. Welche Leistungen dazu gehören, schreibt zum einen die BetrSichV vor. Zum anderen können bestimmte Dinge individuell vereinbart werden: Zum Beispiel der Ersatz von Verschleißteilen im Zuge der Wartung, um einer Beschädigung von Teilen rechtzeitig vorzubeugen – bevor eine kostspielige Störung auftritt. Wartungsmaßnahmen müssen protokolliert werden, gleiches gilt für die regelmäßig vorgeschriebenen technischen Prüfungen.

Pflege und Wartung dienen aber ebenfalls der Werterhaltung und Optimierung der Aufzugsanlagen. Ein Stichwort ist die energetische Sanierung. Information und Beratung zu diesem Thema bieten die Hersteller von Aufzügen an. PCJ

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