Siemens-Chef: Deutschland braucht Zuwanderung

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Siemens-Chef Joe Kaeser. Foto: David Ebener

München (dpa) - Siemens-Chef Joe Kaeser wirbt für mehr Zuwanderung und Toleranz. Die demografische Entwicklung in Deutschland erfordere Zuwanderung, sagte Kaeser dem "Weser-Kurier" (Montag).

"Deutschland braucht aus eigenem wirtschaftlichen Interesse mehr Offenheit. Wir müssen für Spitzenkräfte attraktiv sein." Deutschland müsse ein Ort der Begegnung sein. "Auch aus unserer Geschichte heraus haben wir eine Verpflichtung, Toleranz zu leben und vorzuleben."

Besorgt äußerte sich Kaeser über die Folgen des Anschlags auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo". Niemand habe das Recht, aus seiner Religion Terror und Gewalt abzuleiten. "Ereignisse wie in Paris erzeugen eine Emotionalisierung auch in der gemäßigten Bevölkerung und stärken die Ränder der Gesellschaft.

Die Gefahr ist, dass so gesellschaftliche Aversionen zunehmen und ein Flächenbrand erzeugt wird, der nur schwer wieder unter Kontrolle zu bringen ist." Islamistische Terroristen hatten vor eineinhalb Wochen in Paris bei Anschlägen 17 Menschen getötet. Die drei Attentäter starben bei Polizeieinsätzen.

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