Warnung vor Hyperinflation

Simbabwe führt wegen Bargeld-Knappheit Schuldscheine ein

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Ein Junge mit einer Million Simbabwedollar: Hyperinflation ist in Mugabes Simbabwe seit Jahren ein Problem. Jetzt sollen Schuldscheine als Parallelwährung eingeführt werden. Foto: Aaron Ufumeli/Archiv

Harare (dpa) - Wegen des Mangels an US-Dollar-Banknoten will Simbabwe noch vor Jahresende Schuldscheine als Parallelwährung einführen. Das Land im Süden Afrikas erhofft sich davon eine Stabilisierung seiner angeschlagenen Wirtschaft.

Analysten warnen jedoch, die Schuldscheine könnten die Angst vor einer neuen Phase der Hyperinflation ankurbeln und der Wirtschaft damit schaden.

Präsident Robert Mugabe, der das Land seit mehr als 35 Jahren regiert, verfügte die Einführung der Schuldscheine am späten Montagabend. Die Zentralbank hatte den Schritt bereits im September angekündigt. Zunächst sollen demnach nur Schuldscheine im Wert von etwa 75 Millionen US-Dollar (68 Mio Euro) in Umlauf gebracht werden.

Simbabwe nutzt seit 2009 vor allem den US-Dollar. Die Landeswährung wurde abgeschafft, nachdem eine verheerende Wirtschaftskrise zu einer galoppierenden Hyperinflation geführt hatte. Weil die Exporte des Landes zuletzt zurückgingen, gibt es seit Monaten nicht mehr genug Bargeld. Lange Schlangen vor Geldautomaten gehören zum Alltag, oft geben Automaten nur maximal 50 US-Dollar pro Tag und Kunde heraus.

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