Urbon sieht eigenes Unternehmen als "Fels in der Brandung"

SMA-Chef: Mehr Pleiten in Fotovoltaik-Industrie

Niestetal. Der Chef der Solarfirma SMA Solar, Pierre-Pascal Urbon, rechnet mit weiteren Pleiten in der Fotovoltaik-Industrie. Er gehe davon aus, dass sich eine ganze Reihe von Unternehmen aus dem Markt verabschieden werden.

Urbon begründete dies in der "Börsen-Zeitung" so: "Weil sie das Innovationstempo nicht halten können und auch die erforderliche Internationalisierung finanziell nicht schaffen."

Sein Unternehmen sieht Urbon, der sowohl Finanz- als auch Vorstandschef von SMA Solar ist, als "einen Fels in der Brandung". In der Solar-Industrie kämpfen derzeit viele Hersteller in Anbetracht des harten Wettbewerbs und fallender Zellen- und Modulpreise ums Überleben. Zu schaffen macht der Branche vor allem die Billigkonkurrenz aus China.

SMA Solar stellt Wechselrichter her, die das Herzstück einer Fotovoltaikanlage sind und ist damit Weltmarktführer. Da in diesem Bereich die Preise bislang relativ stabil geblieben sind, geht es der TecDax-Gesellschaft noch vergleichsweise gut.

Die Aussichten für die Solar-Branche schätzt der Manager zumindest auf kurze Sicht als schwierig ein. Mittelfristig seien die Perspektiven hingegen ausgezeichnet. "Die Fotovoltaik ist auf einem Preisniveau angekommen, auf dem sie mit anderen Energieträgern gut konkurrieren kann." Für SMA Solar bestätigte Urbon die Prognose für 2012. Einen Ausblick für das kommende Jahr wollte er aber noch nicht geben. (dpa)

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