SMA liefert beispiellose Erfolgsgeschichte - weiteres starkes Wachstum programmiert

Es ging immer nur bergauf

Niestetal/Kassel. Seit die drei Elektroingenieure Günther Cramer, Peter Drews und Rainer Wettlaufer sowie deren Ziehvater, Prof. Werner Kleinkauf, vor fast 29 Jahren mit wenig Geld, aber viel Enthusiasmus den Grundstein für die heutige SMA Solar Technology AG in Niestetal (Kreis Kassel) legten, ging es mit dem Unternehmen nur bergauf - erst in kleinen und dann aber in immer größeren Schritten.

Allein im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Beschäftigten von 2500 auf etwa 4000. Mit der Inbetriebnahme der bislang größten Wechselrichterfabrik der Welt in Kassel entstanden 1000 neue Jobs. Aber kaum war das Werk gestartet, war es auch schon ausgelastet. Der Grund: der boomende Fotovoltaik-Markt in Deutschland, der wegen der hohen Subventionen für Solarstrom einen selbst in dieser erfolgsverwöhnten Branche ungeahnten Schub auslöste. Seit Jahresbeginn sind 400 weitere Stellen geschaffen worden, und in einer Interimsfabrik, die derzeit auf die Schnelle in einer alten Industriehalle in Kassel eingerichtet wird, sollen einige weitere hundert neue Jobs entstehen.

Zusammen mit jenen 2500 Stellen, die mit dem Bau einer neuen Fabrik auf der grünen Wiese in Niestetal entstehen sollen, könnte SMA bereits 2012 die 7000er und auch die 8000er Marke bei den Beschäftigten schaffen. Darin eingerechnet sind nicht einmal jene 700 Jobs, die in einer in Bau befindlichen Fabrik in Denver in den USA arbeiten sollen. Um eine Produktion Nordamerika kommt SMA nicht herum. Zum einen bestehen diese Staaten auf einer Fertigung im eigenen Land, zum anderen ist es logistisch schwierig, diese großen Märkte von Deutschland aus zu bedienen - ganz zu schweigen vom Wechselkursrisiko.

Der SMA-Produktionsstandort wächst dennoch weiter, weil neben dem Heimatmarkt auch andere europäischen Märkte boomen. Inwieweit sich die geplante Kürzung der Solarstromförderung in Deutschland zum 1. Juli auf SMA und die Solarbranche auswirkt, ist noch unklar.

Von José Pinto

Hintergrund: Die neuen Vorstände

Uwe Hertel

Für Uwe Hertel ist die Arbeit bei SMA gewissermaßen ein Heimspiel: Der 49-Jährige stammt aus Immenhausen im Kreis Kassel. Auch bei der Berufswahl bewies der Diplom-Ingenieur, der in Braunschweig Elektrotechnik studierte, regionale Verbundenheit. Für die Münchener Siemens AGwar Hertel in Bad Hersfeld als Entwicklungsingenieur im Bereich Öffentliche Netze tätig. Danach folgte ein Jahr bei einem Melsunger Ingenieurbüro für Medizintechnik. Seit 1990 ist Hertel bei SMA. Er führt den Produktionsbereich und ist auch für den Aufbau des US-Werks in Denver zuständig. Hertel wird ab 1. April im SMA-Vorstand das operative Geschäft verantworten. (wll)

Jürgen Dolle

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