SMA: Pierre-Pascal Urbon folgt Günther Cramer als Vorstandssprecher

Pierre-Pascal Urbon

Niestetal. Pierre-Pascal Urbon wird der neue Vorstandssprecher des Solartechnik-Herstellers SMA in Niestetal (Kreis Kassel). Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Der erst 40-Jährige soll am Tag der Hauptversammlung, am 26. Mai, die Nachfolge von Günther Cramer antreten, der - wie angekündigt - gemeinsam mit Peter Drews das Vorstandsamt aufgibt und in den Aufsichtsrat wechselt.

Dem Vorstand werden demnach künftig nur noch fünf Mitglieder angehören. Neben Urbon sind dies Jürgen Dolle (Personal), Roland Grebe (Entwicklung), Uwe Hertel (operatives Geschäft) und Marko Werner (Vertrieb).

Urbon ist seit 2006 im Vorstand des Unternehmens, seit 2009 verantwortet er das Finanzressort, das er auch künftig führen soll. Vor sechs Jahren kam der damals 34-jährige Betriebswirtschafter von der Frankfurter Finanzberatungsgesellschaft Drueker & Co zu SMA, wo er zunächst die Internationalisierung des Unternehmens mit großem Erfolg vorantrieb und maßgeblich den Börsengang von 2008 vorbereitete. Während seiner Zeit als Vorstand stieg die Exportquote des Weltmarkt- und Technologieführers bei Wechselrichtern von 20 auf fast 50 Prozent.

Urbon wurde in Bielefeld geboren. Der verheiratete Vater zweier Kinder ist ein ausgewiesener Finanzfachmann. Er gilt als kompetent und umsichtig. In seiner Freizeit fährt er Mountain-Bike und spielt Golf.

Die Firmengründer Cramer, Drews und Reiner Wettlaufer haben den Generationenwechsel an der Spitze des 1981 gegründeten Unternehmens, das mittlerweile rund 6000 Menschen beschäftigt, von langer Hand vorbereitet. Urbon ist seit geraumer Zeit deren Kronprinz und wurde systematisch für die künftige Führungsaufgabe aufgebaut.

Daran änderten auch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen der angeblichen sexuellen Nötigung einer Mitarbeiterin nichts. Die Ermittlungen wurden mittlerweile eingestellt. SMA-Vorstand und Aufsichtsrat sind stets von Urbons Unschuld ausgegangen. Er gilt als rehabilitiert.

Dass die Wahl auf den jugendlich wirkenden Urbon fiel, hat dem Vernehmen nach nicht nur mit seiner fachlichen, sondern auch mit seiner menschlichen Kompetenz zu tun. Der Manager ist ein Teamarbeiter und soll die bisherige Tradition der kooperativen Unternehmensführung fortsetzen. Bewusst verzichtet man bei SMA auf einen Vorstandsvorsitzenden, der weit mehr Kompetenzen hat.

SMA hat den Umsatz im vergangenen Jahr auf gut 1,9 Milliarden Euro mehr als verdoppelt und unterm Strich 365 Mio. Euro verdient. Das nordhessische Unternehmen stellt unter anderem Wechselrichter in allen Größen her, die in Solaranlagen gewonnenen Gleich- in netztauglichen Wechselstrom wandeln. Diese elektronischen Geräte sind das technische Herzstück jeder Solaranlage.

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