Niedrigste Sätze in Thüringen

Soviel Geld bekommen Hartz-IV-Haushalte im Durchschnitt

Eine neue Statistik zeigt: Wieviel Hartz-IV-Empfänger tatsächlich bekommen, hängt enorm von regionalen Unterschieden ab. Alleinstehende leben in München am teuersten.

Nürnberg - Ein Hartz-IV-Haushalt erhält seit Beginn des Jahres durchschnittlich 937 Euro an Leistungen im Monat. Die teuerste Stadt ist mit 1075 Euro Bonn, die mit den geringsten Bezügen das thüringische Hildburghausen, wie die Bundesagentur für Arbeit am Montag mitteilte. Dort wurden der Statistik zufolge lediglich 733 Euro gezahlt.

Alleinstehende bekommen im bundesweiten Schnitt 754 Euro im Monat. Am meisten gibt es hier in München mit 855 Euro, am wenigsten in Hildburghausen, wo 629 Euro gezahlt werden. Alleinerziehende erhalten im Schnitt 1014 Euro. Die höchsten Leistungen werden hier wiederum in Bonn mit 1190 Euro gezahlt, die niedrigsten im bayerischen Kulmbach (738 Euro).

Mindestlohn mildert Probleme für einige Arbeitslose ab

Die Steigerung auf 937 Euro entspricht einem Plus von 51 Euro im Vergleich zum Vorjahr, wie es in der Bild-Zeitung vom Montag hieß. Sie hatte zunächst über die Zahlen berichtet. Hartz-IV-Empfänger bekommen neben dem Regelsatz von derzeit 409 Euro für Alleinstehende vor allem die Kosten der Unterkunft bezahlt.

Die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld I, die zuvor so wenig verdient haben, dass sie ihre Versicherungsleistung mit Hartz IV aufstocken müssen, ist nach einem Bericht der Saarbrücker Zeitung vom Montag im vergangenen Jahr um gut 10.000 auf 81.255 gesunken. Damit war allerdings immer noch etwa jeder zehnte Bezieher von Arbeitslosengeld zusätzlich auf staatliche Grundsicherung angewiesen.

Die Quote sei von 11,0 auf 10,3 Prozent gesunken, schrieb das Blatt unter Berufung auf aktuelle Daten der Bundesagentur. Der Rückgang sei offenbar auch auf die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns vor zwei Jahren zurückzuführen, hieß es zur Begründung.

In Deutschland sind 1,6 Millionen Kinder von Hartz IV abhängig. Mehr erfahren Sie in diesem Artikel.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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