SMA Solar: Nach Verschnaufpause "enormes Wachstum" erwartet

Niestetal/Frankfurt. Der Solartechnik-Hersteller SMA in Niestetal (Kreis Kassel) stellt sich nach dem Rekordjahr 2010 auf einen bestenfalls stagnierenden Umsatz und ein leicht rückläufiges Ergebnis ein. Das teilte Vorstandsprecher Günther Cramer auf der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch in Frankfurt mit.

Demnach hält das Unternehmen an seiner bisherigen Prognose von 1,5 bis 1,9 Milliarden Euro Umsatz sowie an einem Ergbenis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 315 bis 475 Mio. Euro fest.

aktualisiert um 11.15 Uhr

Im vergangenen Jahr verdoppelte SMA infolge des Solarbooms in Deutschland seinen Umsatz auf 1,9 Mrd. Euro und bewegte sich so am oberen Rand der Prognose. Das Ebit stieg sogar um 126 Prozent auf 516 Mio. Euro. Unterm Strich blieb dem Unternehmen ein Reingewinn von 365 Mio. Euro - mehr als doppelt so viel wie 2009.

Das heißt, dass SMA im vergangenen Jahr von einem Euro Umsatz nach Abzug aller Ausgaben 19,2 Cent blieben. Im Vergleich mit anderen großen Industrie-Unternehmen ist das auch bundesweit ein Spitzenwert.

SMA-Neubau am Sandershäuser Berg wächst

Der SMA-Neubau am Sandershäuser Berg

Binnen Jahresfrist schaffte SMA fast 1600 neue Arbeitsplätze. Allerdings trennte sich das Unternehmen wegen der eingebrochenen Nachfrage nach Solartechnik Ende 2010 von 900 seiner damals rund 2000 Zeitarbeiter und setzte Anfang im Februar und März 640 Leihkräfte auf Kurzarbeit. Wann es wieder zu einem Beschäftigungsaufbau kommt, mochte Vorstandssprecher Günther Cramer nicht sagen.

Die Unsicherheiten am Markt seien sehr groß. Mittelfristig sieht er aber für SMA und die Branche insgesamt ein "enormes Wachstum", das sich aber ganz überwiegend auf Auslandsmärkten abspielen werde. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 5850 Mitarbeiter, davon 1000 Leihkräfte.

Am geplanten Investitionsprogramm von 400 Mio. Euro im neuen Gewerbegiebt Sandershäuser Berg in Niestetal hält SMA uneingeschränkt fest. Dort entsteht derzeit ein neues Servicecenter. Im weiteren Verlauf soll schrittweise eine neue, gigantische Wechselrichterfabrik entstehen. Allein in diesem Jahr sollen 150 bis 200 Mio. Euro investiert werden. Das ist angesichts der prall gefüllten Kasse kein Problem. Die flüssigen, sofort verfügbaren Mittel des Unternehmens belaufen sich auf 500 Mio. Euro. (jop)

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