Was die Solarbranche verdient

Die Gehaltsstudie, die erstmals im letzten Jahr veröffentlicht wurde, weist in diesem Jahr zahlreiche Verbesserungen und Veränderungen auf. So wird beispielsweise verstärkt auf Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen eingegangen, und auch der Gehaltsunterschied (Ost-West-Gefälle) zwischen alten und neuen Bundesländern wird ausführlicher dargestellt. Zum ersten Mal gibt es Angaben zur Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder zum Vorhandensein eines Betriebsrats. Damit gibt sie interessante Aufschlüsse über die aktuellen Gehaltsstrukturen der Solarbranche.

Differenz zwischen Männern und Frauen ist leicht gesunken

Der Gehaltsunterschied (Gehalt: Jahres-Bruttolöhne ohne Zusatzleistungen und variable Entgeltbestandteile) zwischen Männern und Frauen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. So bezogen Frauen im Zeitraum 2010 bis 2011 ein Jahresgehalt von 31 400 Euro, Männer hingegen nahmen 38 000 Euro ein, was einem Gehaltsunterschied von 6600 Euro im Jahr beziehungsweise 17,37 Prozent entspricht (im Vorjahr waren es 18,75 Prozent).

Höchster Gehälter im Bereich Forschung und Entwicklung

Die geringsten Einkommen nach Abteilungen erhalten Beschäftigte in den Bereichen Allgemeine Verwaltung (21 600 Euro), Versand (24 300 Euro) und Transport (25 200 Euro). Die höchsten Gehälter erhalten Mitarbeiter der Abteilungen Forschung und Entwicklung (42 600 Euro) sowie im strategischen Management (64 200 Euro).

Starkes Gefälle zwischen alten und neuen Bundesländern

Auch die Einkommensunterschiede zwischen Ost und West sind nach wie vor groß. Während Arbeitnehmer in den westlichen Bundesländern im Durchschnitt 42 800 Euro verdienen, erhalten Beschäftigte in den östlichen Bundesländern einschließlich Berlin lediglich 35 900 Euro pro Jahr. Dies entspricht einer Differenz von 6900 Euro oder 16,13 Prozent.

Michael Ziegler, Geschäftsführer des PhotovoltaikZentrums und Autor dieser Studie: „Bei der Durchführung und Ausarbeitung der Umfrage wurde verstärkt auf die Wünsche unserer Kunden eingegangen. Auf einige Auswertungen haben wir verzichtet, andere Ergebnisse wiederum wurden ausführlicher dargestellt. Zusätzlich haben wir die Beschäftigten auch nach ihrer Vertragsart befragt – unbefristet, befristet, Leiharbeit etc. – was uns für das Auf und Ab in der Solarbranche als logisch erschien. Insgesamt kann angemerkt werden, dass die Studie deutlich an Professionalität und Qualität gewonnen hat. Auch dieses Jahr dient die Gehaltsstudie wieder als Hilfsmittel für Arbeitgeber und Personalverantwortliche bei der Gehaltsfindung.“ HKK

E Internet: Die Studie umfasst 68 Seiten und ist erhältlich unter http://www.photovoltaikstudie.de/shop/marktstudien/studie-1008-gehaltsstudie.php

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