Großauftrag für Kirchner-Gruppe

Solartechnik für Kanada

Immer der Sonne nach: 1000 nachgeführte Solaranlagen umfasst der aktuelle Großauftrag aus Kanada. Fotos: nh

Alheim. Der Solartechnik-Spezialist Kirchner aus Alheim (Hersfeld-Rotenburg) hat einen Zehn-Millionen-Euro-Auftrag aus Kanada an Land gezogen. Der Großauftrag umfasst die Lieferung von 1000 automatisch nachgeführten Fotovoltaikanlagen, so genannte Tracker. Sie folgen mit Hilfe einer komplexen Steuerung exakt dem Tagesverlauf der Sonne. Dadurch steigt die Energie-Ausbeute gegenüber statischen Systemen um bis zu 40 Prozent.

Die Solarbäume werden nicht in einem Park installiert, sondern im Rahmen eines Erneuerbaren-Energie-Programms des Bundesstaates Ontario einzeln in ländlichen Gebieten aufgestellt. Die elektronische Steuerung stammt aus dem Hause Kirchner. Module und Wechselrichter, die den in Solarzellen gewonnenen Gleich- in netztauglichen Wechselstrom wandeln, kauft der Fotovoltaik-Spezialist zu. Die Montage der Komplettanlagen erfolgt in diesem Jahr am Firmensitz im Alheimer Ortsteil Heinebach.

Kirchner arbeitet bei diesem Projekt mit dem kanadischen Partner Powerhaus Solar zusammen. Er vermarktet die Anlagen bei Farmern und Weinbauern.

Qualität und Service

„Mit diesem Auftrag etablieren wir uns als einer der ersten Fotovoltaik-Systemanbieter im kanadischen Markt.“ So kommentierte der Vertriebsleiter fürs internationale Geschäft bei der Kirchner-Tochter Sonnensysteme Projektgesellschaft mbH, Jochen Marg, das Großprojekt in Übersee. Powerhouse-Chef Neil Nicholson begründete den Zuschlag für Kirchner unter anderem mit der Qualität, dem Service und der Komplettlösung für das Projekt aus einer Hand.

Die Kirchner-Solar-Gruppe produziert und installiert Solaranlagen aller Art und Größe, baut und betreibt Solarparks und ist auch in den Bereichen Pellet- und Holzschnitzelanlagen und Wärmepumpen aktiv. Das Unternehmen ist mittlerweile weltweit tätig: in den USA, China, Südkorea, Australien, Spanien, Portugal, Griechenland, Italien und in einer Reihe von Ländern im Mittleren Osten.

Die von Geschäftsführer Lars Kirchner aus kleinsten Anfängen aufgebaute Gruppe wächst schnell. 2009 setzte das Unternehmen mit rund 200 Beschäftigten nach eigenen Angaben 90 Mio. Euro um. In diesem Jahr wird ein Umsatz von 120 Mio. Euro angestrebt. Die Zahl der Mitarbeiter soll auf 250 wachsen.

Von José Pinto

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