Sommer 2020

Tipps für den heißen Sommer: So kommen Sie komfortabel durch die Hitze

Das Thermometer zeigt Temperaturen von mehr als 30 Grad an, der Schweiß läuft den Rücken runter - doch so genießen Sie die heißen Sommertage trotzdem.

  • Hohe Temperaturen im Sommer: So verhindern Sie einen Kreislaufkollaps
  • Sport und Bewegung trotz Sommer-Hitze
  • Hund, Katze und Co. sind besonders gefährdet während der heißen Sommertage

Kassel - Das ganze Jahr warten wir auf die lauen Sommer-Nächte, die wir mit Partner, Freunden oder Familie im Garten, auf dem Balkon oder im Park verbringen können. Doch der Sommer sorgt für steigende Temperaturen und Hitze in der Wohnung. Trotzdem können wir und auch unser Hund, die Katze und Co. die schöne Sommer-Zeit genießen.

Wetter: Essen & Trinken im Sommer

Oberstes Gebot im Sommer: Viel trinken! Mindesten 1,5 bis 2 Liter am Tag. Je höher die Temperaturen klettern und je mehr wir schwitzen, desto mehr Flüssigkeitsnachschub braucht der Körper. Trinken wir zu wenig, riskieren wir einen Kreislaufkollaps. Symptome: Schwindel, Müdigkeit und mangelnde Konzentration.

Die Flüssigkeitsreserven sollten am besten mit Wasser und verdünnten Säfte aufgefüllt werden. Das empfehlen auch Mediziner. Verzichten sollte man hingegen auf extrem süße Getränke und unverdünnte Säfte. Auch eiskalte Getränke sind im Sommer alles andere als ideal.

Die gutgemeinte Abkühlung versteht der Körper falsch. Er arbeitet gegen die Kälte an, heizt nach und verbraucht massig Energie. Die Folge: Wir schwitzen mehr.

Auch beim Essen sollten wir bei den hohen Temperaturen im Sommer auf Verzicht setzen. Besonders deftige Speisen wie Schnitzel mit Pommes liegen schwer im Magen. Besser ist leichtes Essen: etwa Gemüse und Obst – besonders wasserhaltige Sorten wie Tomaten, Gurken und Wassermelone - außerdem Salat, Käse sowie Fisch und mageres Fleisch.

Tipps für das heiße Wetter

  • Wie wäre es mit einem selbstgemachten Eistee? Dazu einfach Früchtetee aufgießen, abkühlen lassen, einige Spritzer Limetten- oder Zitronensaft dazu geben und bei Bedarf mit zusätzlichen Früchten - passend zur Teesorte - aufpimpen.
  • Viel schwitzen bedeutet: Wir verlieren Mineralstoffe. Eine Gemüsebrühe füllt nicht nur die Mineralstoffe wieder auf - sie sorgt auch für Flüssigkeitsnachschub.

Heißes Wetter im Sommer: Gegen Hitze hilft die richtige Kleidung

Leichte Kleidung hilft uns dabei, die heißen Sommertage zu genießen. Die kann dann auch ruhig lang sein und Arme und Beine bedecken. Denn wenn noch genug Luft an die Haut kommt, kann der Schweiß verdunsten. Shirt und Hose kleben nicht am Körper.

Das heißt nicht, dass wir nun nur noch im Schlabber-Look herumlaufen müssen. Wir setzen dann doch lieber auf einen figurumschmeichelnder Schnitt und leichtes Material wie luftige Baumwollstoffe oder Leinen. Hilfreich gegen die senkende Sonne ist auch eine Kopfbedeckung. Egal ob schick drapiertes Tuch, Cappy oder Strohhut - Hauptsache unser Kopf ist geschützt.

Sport & Bewegung bei Sommerwetter

Schweißtreibend ist nicht nur die Sonne. Auch beim Sport kommen wir ins Schwitzen. Laufen gehen, Radfahren, Yoga: In der Hitze der Sommer-Sonne sollten wir jedoch vorsichtig sein und uns nicht überanstrengen. Sonst riskieren wir, dass unser Körper streikt. Wer aber nicht auf sein Sport-Programm verzichten will, kann es in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen.

Der „Early-Bird“ etwa profitiert von der morgendlichen Ruhe und der vergleichsweise frischen und kühlen Luft. Doch nicht jeder ist ein Frühaufsteher. Dafür hat die sportliche Bewegung am Abend auch einen Vorteil. Eine Studie besagt, dass wir länger in der Tiefschlafphase sind, wenn wir am Abend Sport treiben.

Die Tiefschlafphase hat einen positiven Einfluss auf unsere Regeneration. Allerdings trifft das nicht zu, wenn wir uns beim Training extrem verausgaben. Dann schlafen wir nämlich schlechter ein. In der prallen Mittagssonne sollten Sie keinen schweißtreibenden Sport machen.

Tipp während der heißen Sommertage

  • Ein Mini-Studio lässt sich in den eigenen vier Wänden ganz schnell einrichten: zwei Wasserflaschen als Hanteln, Therabänder und ein Handtuch als Unterlage.
  • Ab in den Wald oder in den Park: Yoga und Fitness-Übungen im Schatten unter den Bäumen im Park oder eine Runde Laufen auf den Waldwegen - bei den Temperaturen ist das Workout super angenehm.
  • Sport im Wasser: Abkühlen und gleichzeitig Sport treiben. Das funktioniert an heißen Sommertagen wunderbar im Freibad. Denn die meisten Freibäder haben einen besonderen Zeit-Slot am Vormittag für Frühschwimmer.
Die Hitzewelle ist erst am Anfang. Da sollte man jede Möglichkeit für eine Abkühlung nutzen. 

Wetter: Hohe Temperaturen schaden dem Smartphone

Ohne das Smartphone verlassen wir kaum noch das Haus - auch im Sommer nicht. Doch Hitze tut elektrischen Geräten nicht gut. Auf die Dauer schaden hohe Temperaturen zum Beispiel dem Akku. Nicht umsonst schalten sich unsere Smartphones automatisch aus, wenn sie zu heiß werden.

Deshalb: Smartphone niemals über längere Zeit in der prallen Sonne liegen lassen. Erst recht nicht, wenn es in der Hülle steckt. Da staut sich im Sommer nämlich ganz schnell die Wärme. Denn schon bei einem Temperaturanstieg von 10 Grad verdoppelt sich der Altersprozess unseres Smartphone-Akkus.

  • Aufbewahrung im Sommer: Am besten an kühlen und schattigen Orten. Schon in der Hosentasche ist es dem Smartphone oft zu heiß.
  • Apps schließen: Das Smartphone verbraucht auch im Standby-Modus viel Energie. Deshalb ist es von Vorteil die Apps zu schließen, die nicht zwingend benötigt werden.

Wohnen & Schlafen

Wird es im Sommer draußen heiß, klettert die Temperatur auch in der Wohnung die Anzeige des Thermometers hoch. Zum Teil ist es dann unerträglich heiß - auch in der Nacht. Erholsamer Schlaf sieht anders aus. Doch ein bisschen Abkühlung können wir uns auch in der Wohnung verschaffen.

Wichtig ist, dass wir nur dann lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen - wie etwa in der Nacht oder am frühen Morgen. Gefühlt ist es drinnen natürlich immer heißer. Hilfreich ist etwa ein Thermometer, wie die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern rät.

Zieht ein laues Sommer-Lüftchen durch eure Wohnung, könnt ihr zusätzlich ein feuchtes Tuch, Bettlaken oder ein Handtuch ins Fenster hängen. Verdunstet das Wasser kühlt der Raum ab. Das klappt allerdings nicht, wenn die Luft sowieso schon feucht ist - wie etwa kurz vor einem Gewitter.

Habt ihr im Sommer einen Ventilator in der Wohnung und das Gefühl, hier wird nur die warme Luft verteilt? Dann stellt doch einen Eimer mit Eis oder kaltem Wasser vor den Ventilator und schon habt ihr eine improvisierte Klimaanlage.

Tipps gegen die sommerliche Hitze

  • Schlafanzug auf Eis: Legt euren Schlafanzug kurz in das Tiefkühlfach und schlüpft direkt vorm Schlafen gehen rein.
  • Teppiche und Läufer während der heißen Sommertage in die Abstellkammer verbannen. Denn der Fußboden speichert Wärme, was er nicht kann, wenn Teppiche den Boden dämmen.
  • Dunstabzugshaube: Beim Kochen einschalten - dadurch zieht die Hitze ab.

Tiere: Hunde, Katzen und Co.

Unseren tierischen Freunden macht die Hitze im Sommer besonders zu schaffen. Das bestätigt auch der Deutsche Tierschutzbund. Oft sind es deshalb auch die Haustiere, die einen Hitzeschlag bekommen. Das gilt besonders für Tiere ohne Schweißdrüsen wie etwa für Katzen, Hunde, Meerschweinchen und Hamster.

Auslauf tut Kaninchen gut. Bei Hitze sollten Halter aber auf genügend schattige Stellen achten.

Egal ob mit Fell, Federn oder Kiemen - so überstehen unsere Haustiere die heißen Sommertage:

Hund: Gassi gehen empfiehlt sich bei steigenden Temperaturen am frühen Morgen oder späten Abend, schön ist auch eine Abkühlung etwa in einem See oder Teich. Natürlich kann auch ein kleines Planschbecken im Garten Abhilfe an heißen Tagen schaffen. Und natürlich viel Wasser zum Trinken.

Katze: Unsere Katzen brauchen unbedingt kühle Orte, an die sie sich zurückziehen können, wenn die Temperaturen im Sommer steigen. Da hilft es auch mal, ein feuchtes Handtuch aufzuhängen. Wichtig ist auch hier: immer genug kühles Wasser bereit zuhalten.

Nager: Für Meerschweinchen, Hamster und Kaninchen, die im Käfig leben gilt: Sie brauchen ein schattiges Plätzchen. Und zwar den ganzen Tag, auch wenn sich die Sonne dreht. Der Wassernapf sollte regelmäßig aufgefüllt und dazu saftiges Grünfutter serviert werden

Vögel: Frischkost wie Obst sorgt für eine zusätzliche Aufnahme von Flüssigkeit bei unseren Vögeln. Die Portionen - etwa zweimal pro Tag - am besten klein halten, damit das Obst nicht verdirbt. Ein Mini-Pool sorgt für zusätzliche Erfrischung. Wichtig ist hierbei nur, das Wasser der Badestelle regelmäßig zu wechseln. Wer einen Bade-Muffel hat, kann mit einer Sprühflasche vorsichtig für Wassernebel sorgen.

Fische: Steht das Aquarium in der Sonne, kann sich das Wasser aufheizen. Das ist lebensbedrohlich für die Fische. Im Notfall ganz vorsichtig kaltes Wasser nachfüllen.

Hitze: Tipps für Hund, Katze und Co.

  • Pfoten-Probe: Der Asphalt heizt sich im Sommer auf und das kann auch unseren Hunden zum Verhängnis werden. Deshalb mit dem Handrücken testen. So wissen wir in etwa, wie warm oder heiß der Asphalt für die Hundepfoten sein wird.
  • Eis für den Hund: 2 EL Hüttenkäse, ein Schuss Öl und bis zu 2 EL Leberwurst vermischen, über Nacht ins Gefrierfach packen und schon ist das Hunde-Eis fertig. Inzwischen gibt es zahlreiche Rezepte für Hunde-Eis mit den unterschiedlichsten Zutaten.
  • Tropfendes Wasser: Katzen sind oft von tropfendem oder fließendem Wasser fasziniert. Also ruhig mal den Wasserhahn aufdrehen und zum Trinken animieren.
  • Käfigtiere: Ein feuchtes Handtuch über dem Käfig von Kaninchen, Meerschweinchen, Hamstern und Vögeln schafft Abkühlung.
  • 26 Grad reichen schon aus und unsere Nager und Vögel kollabieren.
  • Vorsicht bei Zugluft: Auch Zugluft kann bei Tieren zu ernsthaften Krankheiten führen.

Übrigens: Wer sein Tier - egal ob Hund, Katze oder Nager - im Sommer im Auto zurücklässt, riskiert nicht nur eine hohe Geldstrafe, sondern auch, dass sein Liebling einen qualvollen Tod erleidet. Schon nach wenigen Minuten und bereits bei 20 Grad Celsius wird das Auto zum Backofen - auch mit leicht geöffnetem Fenster.

Sauerstoffmangel, Erbrechen, Kreislaufprobleme, Hitzschlag und Kreislaufversagen können dann das Schicksal des Hundes sein. (Hanna Maiterth)

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.