Solarworld-Chef Asbeck glaubt nicht an Fotovoltaik-Einbruch – Porträt

Sonnenkönig beruhigt Branche

Frank H. Asbeck Foto: Solarworld

Kassel/Bonn. Frank H. Asbeck ist keiner der jammert. „Da, wo wir zu fett sind, müssen wir abspecken“, sagte der Gründer und Vorstandschef des Bonner Solartechnik-Konzerns Solarworld unlängst auf einem Kongress zum Thema innovative Haustechnik in Kassel und kokettierte in diesem Zusammenhang gern mit seiner Leibesfülle. Die geplante Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarstrom sieht er gelassen. Gleichwohl könnten Hersteller, die ihre Kosten nicht in den Griff bekämen, angesichts des massiven Preisverfalls bei Solarmodulen Probleme bekommen.

Der 50-jährige Genussmensch, der italienische Küche und Trachtenjacken liebt und in seiner Freizeit gerne auf die Jagd geht, beruhigte aber Händler und Handwerker gleichermaßen. Es werde keinen Einbruch in der Branche geben. Er erwarte für dieses Jahr die Neuinstallation von 5000 (Vorjahr: 3500) Megawatt, sagte der gelernte Diplom-Agraringenieur, der sich im Studium auf die Forellenzucht spezialisiert hatte. 1987 – nach Reisen durch Afrika und verschiedensten Jobs – machte der Mitbegründer der Grünen 1987 ein Ingenieurbüro auf. Es war die Keimzelle für die 1998 gegründete Solarworld AG, die 2009 mit 2700 Beschäftigten gut eine Milliarde Euro umsetzte und ein operatives Ergebnis (Ebit) von 152 Mio. Euro erzielte.

Frei von Sorgen ist der als „Sonnenkönig“ bezeichnete Unternehmer deshalb aber nicht. Der Preisverfall auf dem Dach hat auch an seiner Marge geknabbert. Im Vorjahr hatte das Ebit bei einem Umsatz von 900 Mio. noch bei 263 Mio. Euro gelegen. Aber das ficht den in zweiter Ehe verheirateten ehemaligen Kommunisten und Friedensaktivisten nicht an. Die Perspektiven der Branche sieht er rosig.

Von José Pinto

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