Solartechnik-Spezialist Kirchner aus Alheim sitzt auf vollen Auftragsbüchern

Sonniges Italien-Geschäft

Sonnenenergie-Nutzung inmitten der Weinberge: Bereits im vergangenen Jahr hat die Kirchner-Gruppe im Piemont Solaranlagen aufgestellt. In diesem Jahr sollen in Norditalien 1800 so genannte Tracker hinzukommen. Foto: Kirchner/nh

Alheim. Die Solartechnik-Gruppe Kirchner in Alheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg) will in diesem Jahr allein in Italien mindestens 70 Millionen Euro umsetzen. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, sollen in den Regionen Piemont und Emiglia-Romagna im Norden des Landes insgesamt 1800 automatisch nachgeführte Solaranlagen, so genannte Tracker, installiert werden.

Sie folgen mit Hilfe einer aufwändigen Steuerung exakt dem Sonnenverlauf und haben gegenüber statischen Systemen eine um bis zu 40 Prozent höhere Energie-Ausbeute. Die Tracker werden in mehreren großen Parks und als Einzelanlagen in den Weinbergen und Obstplantagen der beiden Regionen platziert. Die hohen Solarbäume erlauben die Bearbeitung der Flächen darunter mit landwirtschaftlichen Maschinen.

Investoren sind neben Fonds und privaten Geldgebern vor allem auch Bürger und Landwirte in den betreffenden Regionen. Sie profitieren in Italien von einer Einspeisevergütung, die bei solchen Anlagen deutlich über der in Deutschland liegt.

Ging die Kirchner-Gruppe für 2010 bislang von einer Steigerung des Jahresumsatzes von 33 Prozent auf 120 Mio. Euro aus, dürfte die Prognose nunmehr „wesentlich übertroffen“ werden, heißt es. Eine konkrete Zahl nannte das Unternehmen aber nicht. Die Zahl der Mitarbeiter soll um 50 auf 250 steigen. Zum Ertrag macht die Gruppe traditionell keine Angaben.

Die Anlagen werden am Firmensitz montiert. Die selbst entwickelte Nachführtechnik wird komplett in Alheim gefertigt. Die italienische Kirchner-Tochter Sonnen-Systeme Italia projektiert, vertreibt und baut die Anlagen mit ihren 20 Beschäftigten auf übernimmt den Service.

Die Kirchner-Solar-Gruppe produziert und installiert Solaranlagen aller Art und Größe, baut und betreibt Solarparks und ist auch in den Bereichen Pellet- und Holzschnitzelanlagen und Wärmepumpen aktiv. Das Unternehmen ist mittlerweile weltweit tätig: in den USA, China, Südkorea, Australien, Spanien, Portugal, Griechenland, Italien und in einer Reihe von Ländern im Mittleren und Fernen Osten. Erst im Februar hatte die Gruppe einen zehn-Millionen-Euro-Auftrag in Kanada an Land gezogen.

Die von Geschäftsführer Lars Kirchner aus kleinsten Anfängen aufgebaute Gruppe wächst schnell – auch im Inland. In diesem Jahr sollen im sächsischen Grimma und Leipzig neue Filialen entstehen.

Von José Pinto

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.