Sozialversicherung  mit sattem Überschuss

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Für die Sozialversicherung, zu der Kranken-, Unfall- und Reentenversicherung gehören, endete das erste Quartal 2012 mit einem satten Überschuss. 

Wiesbaden - Die gute Konjunktur füllt die Sozialkassen. Mehr Menschen sind in Lohn und Brot und zahlen Beiträge. So kommt unter dem Strich ein deutliches Plus heraus.

Dank positiver Konjunktur bleibt die Kassenlage der Sozialversicherung gut. Auch im ersten Quartal dieses Jahres gab es einen hohen Überschuss. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag berichtete, betrug das Plus 800 Millionen Euro. Das waren 700 Millionen Euro mehr als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Zwar wiesen Renten- und Pflegeversicherung ein Minus auf, aber die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und ein Plus bei der Krankenversicherung glichen das Defizit aus.

Die Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 129,4 Milliarden Euro, die Ausgaben lagen mit 128,6 Milliarden Euro um 1,2 Prozent über dem Niveau des ersten Quartals 2011.

Die Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung, die Pflegeversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit. Im vergangenen Jahr hatte die Sozialversicherung einen Überschuss von 13,8 Milliarden Euro verbucht. Im Krisenjahr 2009 hatte es ein Defizit von 14,6 Milliarden Euro gegeben.

Besonders gut fällt die Quartalsbilanz der Bundesagentur für Arbeit aus: Von Januar bis März überstiegen die Einnahmen die Ausgaben um 1,3 Milliarden Euro, der Überschuss war damit fast doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Die Ausgaben sanken stark um 11,8 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Auch die Einnahmen fielen wegen gesunkener Zuweisungen des Bundes niedriger aus, sie sanken um 5,4 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung errechneten die Statistiker einen Überschuss von 400 Millionen Euro, das ist weniger als halb so viel wie vor Jahresfrist (900 Millionen). Dort stiegen die Ausgaben stärker als die Einnahmen. Einnahmen von 46,7 Milliarden Euro (plus 2,4 Prozent) standen Ausgaben von 46,2 Milliarden Euro (plus 3,6 Prozent) gegenüber.

Negativ war das Ergebnis der gesetzlichen Renten- und der Pflegeversicherung. Bei der Rentenversicherung verkleinerte sich das Defizit aber dank höherer Einnahmen um 600 Millionen auf 900 Millionen Euro. Die Pflegeversicherung verdoppelte ihr Defizit auf 200 Millionen Euro, weil die Ausgaben um 4,5 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro kletterten.

dpa

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