Uslarer Anlagenbauer liefert Absaug- und Abstaubsysteme für Holzverarbeiter

Spänex sorgt für gute Luft

Lothar Deckert

uslar. Die Anlagen der Spänex GmbH in Uslar (Kreis Northeim) machen einen schweren Job – weltweit. In zahlreichen europäischen Ländern. in den USA, in China, Russland sowie demnächst auch in Kolumbien und natürlich in Deutschland sorgen sie oft rund um die Uhr und unter widrigsten Bedingungen für gute Luft in Holz und Kunststoff verarbeitenden Betrieben und Tischlereien.

Die Abstaub- und Absaugsysteme und Filteranlagen sammeln systematisch Stäube und Späne an deren Entstehungsort ein. Und nicht nur das: Was bei der Holzbearbeitung übrig bleibt, wird zur Energiegewinnung verbrannt – als loses Material oder als Briketts, zu dem die Holzreste zuvor in Anlagen der Spezialisten aus dem Solling gepresst wurden.

„Komplettanbieter“ heißt das in der Industrie. Spänex ist so einer. Das mittelständische Unternehmen entwickelt, plant, baut und nimmt die meist nach Kundenwünschen individuell gefertigten Anlagen in Betrieb. Nicht selten verzweigen sich die ebenfalls aus Uslarer Produktion stammenden Rohrleitungssysteme in großen Produktionsbetrieben über hunderte von Metern. Dabei beliefert das Unternehmen die Tischlerei in der Nachbarschaft genauso gern wie große Industriebetriebe, denen eine Spänex-Anlage bis zu 500 000 Euro wert ist. Serienfertigung ist selten - Handarbeit überwiegt.

Das breite Produktspektrum hat das Uslarer Unternehmen die Krise kaum spüren lassen. „Das Handwerk hat sich als sehr robust erwiesen. Dadurch sind wir gut durch das vergangene Jahr gekommen“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Lothar Deckert. Der heute 61-Jährige und dessen Partner Jens Domke haben den Betrieb 2004 aus einer Insolvenz heraus übernommen, saniert und zu einem der weltweit führenden Anbieter im Bereich der Systemlösungen für Holzverarbeiter weiterentwickelt.

Stabile Umsätze erwartet

Zwar bekomme man die Krise derzeit mit einigem Verzug doch noch zu spüren, „aber wird denken, dass wir das Umsatzniveau der vergangenen zwei sehr guten Jahre halten können“, sagt Deckert. Die Verkaufserlöse lagen nach seinen Angaben bei je 7,5 Mio. Euro. Der Ertrag sei „auskömmlich“, sagte er ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Für die überschaubare Zukunft ist die Geschäftsführung aber optimistisch. „Wir haben sehr gute Chancen am Markt, weil wir über ein großes Spezialwissen und eine tolle Mannschaft verfügen“, so Deckert. Hinzu komme eine Reihe neuer Produkte.

Dazu zählen unter anderem auch Brikettiermaschinen, die etwa Tabakabfälle und in Röstereien anfallende Kaffeebohnenschalen zu handlichen und stapelbaren Quadern pressen. Und neuerdings können die Uslarer Brikettier-Profis sogar Aluminiumspäne zum besseren Transport in Backsteinform bringen.

Von José Pinto

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