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Sparkassen-Berechnung: 60 Prozent der Haushalte verbrauchen ihr ganzes Einkommen

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Von: Patricia Huber

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Sparen wird für immer mehr Deutsche nahezu unmöglich. Über die Hälfte muss derzeit das gesamte Einkommen für laufende Kosten ausgeben.

Berlin – Die Inflation macht deutschen Verbrauchern zu schaffen. Und das nagt auch an den Ersparnissen. Denn die wenigsten Arbeitgeber werden die Gehälter wohl entsprechend anpassen. Schließlich leiden auch sie unter den enorm hohen Energiekosten. Das zieht für sehr viele nun schwere Folgen nach sich.

Hohe Kosten: Gastgewerbe, Tourismus & Co. leiden darunter

60 Prozent der Haushalte verbrauchten nach Berechnung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands für die laufenden Ausgaben ihre gesamten monatlichen Einkünfte und teils auch Ersparnisse. Für den deutschen Mittelstand sei das ein enorm wichtiger Faktor, teilte der Verband am Dienstag mit. Besonders Gastgewerbe, Tourismus, Einzelhandel und andere Dienstleister müssen sich darauf einstellen, dass Kunden weniger ausgeben.

Das Münchner ifo-Insitut hat ebenfalls berichtet, dass die Konsumlaune der Deutschen deutlich zurückgegangen ist. Demnach fürchten 85 Prozent aller Bundesbürger steigende Preise und die Folgen – für die Lebenshaltung, aber auch für die Ersparnisse. Besonders groß ist die Angst bei Strom und Energie. Hier sorgen sich 78 Prozent um die Versorgung. 77 Prozent haben Angst, dass sich die Wirtschaftslage verschlechtert.

Hohe Energiepreise: Firmen könnten an den Rand der Existenz geraten

Auch für Firmen könnten die hohen Energiepreise existenzbedrohend werden, sagte Verbandspräsident Helmut Schleweis. Der Verband sprach sich dafür aus, die Strom- und Gaspreise zu begrenzen. Zudem müssten Haushalte und Unternehmen mindestens 20 Prozent Energie einsparen und in erneuerbare Energien investieren.

„Wir sehen im Moment noch keine Krisensignale“, sagte Schleweis mit Blick auf die Auswertung der Bilanzen von mehr als 300 000 Firmenkunden. Der Ausblick sei aber schwierig: „Vor uns allen liegen anstrengende und in Teilen auch entbehrungsreiche Jahre.“ Mit einer Eigenkapitalquote von durchschnittlich knapp unter 40 Prozent stehe den Unternehmen aber das Kapital zur Verfügung, um in den Umbau der Energieversorgung zu investieren. Auch die Kreditversorgung sei gesichert. (dpa/ph)

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