Fahrenschon gibt Sparern Tipps

Zu diesen Geldanlagen rät der Sparkassenchef

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Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon

München - Sparkassenchef Georg Fahrenschon gibt deutschen Sparern Tipps für Geldanlagen. Dabei setzt er vor allem zwei Schwerpunkte. Doch Experten halten zumindest eine immer noch für riskant.

Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon hat die Sparer in Deutschland angesichts der schrumpfenden Zinsen zu mehr Geldanlagen in Immobilien und Aktien ermuntert. Mit einer Wohneigentumsquote von 44 Prozent hinke Deutschland im europäischen Vergleich weit hinterher, sagte Fahrenschon am Montagabend im Club Wirtschaftspresse München. Es sei ein Trugschluss zu glauben, dass der Immobilienboom die ganze Bevölkerung erfasst habe: „Die breite Mittelschicht tut sich nach wie vor schwer damit.“ Er sprach sich für die Wiedereinführung der Eigenheimzulage aus, um auch Haushalten mit geringeren Einkommen den Immobilienkauf zu ermöglichen und damit die Altersvorsorge zu verbessern.

Auch Aktien sollten aus Sicht von Fahrenschon Bestandteil der Geldanlage sein. „Es hat schon seine Richtigkeit, wenn die Anleger in Deutschland auch an den deutschen Aktiengesellschaften Anteile haben.“ Seit dem Beginn der Finanzkrise ließen viele Anleger aber die Finger davon: Im vergangenen Jahr machte der Wertpapierumsatz bei den Sparkassen 94 Milliarden Euro aus und damit 43 Prozent weniger als im Jahr 2008, in dem die Krise begann.

Experten halten Immobilien als Kapitalanlage für riskant

Vor allem die Kursstürze nach dem Zusammenbruch der New Economy 2000 und der Finanzkrise 2008 hatten Anlegern die hohen Risiken eines Aktieninvestments vor Augen geführt. Experten halten auch Immobilien als Kapitalanlage für riskant, da der Kauf in der Regel mit hohen Einmalkosten verbunden ist und künftige Wertsteigerungen nicht garantiert sind. Außerdem müssen Anleger in der Lage sein, Zinsen und Tilgung zu bedienen, was zum Beispiel im Fall von Arbeitslosigkeit schwierig werden kann.

Fahrenschon betonte, für die Sparkassen werde es durch immer neue Vorschriften schwieriger, den Kunden Wertpapiere anzubieten. Er beklagte eine massive Überregulierung durch die neu eingeführten Dokumentationspflichten. Bankberater hätten Angst, mit einem Fuß im Gefängnis zu stehen, warnte Fahrenschon. Für kleine Filialen sei das Wertpapiergeschäft durch die Vielzahl der Vorschriften kaum noch zu leisten.

dpa

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