Von Sparmeister bis Auto-Traum: Hersteller setzen bei der IAA auf E-Fahrzeuge

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Die Studie A2 Concept, die Audi auf der IAA zeigen will, gibt einen Vorgeschmack auf die Neuauflage des Kleinwagens. Fahren soll er mit einem 116 PS starkem Elektromotor.

Frankfurt. Die Stimmung auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) könnte gespaltener nicht sein: Einerseits Wachstum mit explodierenden Verkaufszahlen, andererseits drücken Schuldenberge in Europa und den USA auf die Stimmung.

Und dies in einer Zeit, in der die Autobranche Milliarden in umweltfreundlichere Technologien investiert, denn ab 2020 droht die Politik mit einem CO2-Limit von 95 Gramm pro Kilometer. So präsentiert sich die diesjährige IAA als ein Mix aus Serienmodellen, Auto-Träumen und Sparmeistern.

Doch letztlich bleibt die Frage: Wie viel Auto braucht der Mensch? Ob Porsche, SLS AMG Roadster von Mercedes oder Peugeot Hybrid – auf der IAA haben zahlreiche Hersteller den Stadtmenschen im Blick, und der braucht nach Meinung der Branche wenig Auto, und dies angetrieben von einem E-Motor.

Der Peugeot 3008 Hybrid 4 ist der erste Diesel-Hybrid mit einem Allradantrieb und 200 PS. Mit fünf Sitzplätzen und vier Türen hat er beinah schon Van-Charakter. Preis: ab 34 150 Euro. Foto: Peugeot

Eine Vorreiterrolle hatte auf dem Genfer Salon im Frühjahr bereits Renault mit dem Twizy. Das halboffene Elektro-Gefährt, das an zwei verbundene BMW-C1-Roller erinnert, soll 2012 auf den Markt kommen. Kosten: 6990 Euro plus drei Jahre Batterie-Miete in Höhe von 45 Euro monatlich.

Volkswagens Antwort darauf heißt „Nils“ – ein schmaler Flügeltürer, der zumindest eine Person elektrisch 65 Kilometer transportiert. Hohe Chancen auf Realisierung werden diesem Gefährt bislang nicht eingeräumt.

Anders das zweisitzige E-Auto Urban Concept von Audi – irgendwo zwischen Spaßmobil und Rennauto aus Kindertagen. Der E-Antrieb beschleunigt den 500 Kilogramm leichten 1+1-Sitzer auf bis zu 100 km/h. Die Reichweite liegt aber bei nur 60 Kilometer.

Opel 1+1 punktet mit minimalen Energiekosten: ein Euro auf 100 Kilometern. Der Stadtflitzer, der zwei Drittel weniger wiegt als ein heutiger Kleinwagen, erreicht 120 km/h. Foto: Opel

Opel gibt sich noch karg hinsichtlich seines Ein-Euro-Leichtbau-Autos. Rund drei Meter lang soll es sein und Platz für zwei Passagiere haben. Es soll nur ein Drittel eines Kleinwagens wiegen, also etwa 400 Kilogramm.

Egal wofür die Herzen der Autokäufer schlagen: Erwartet werden 900 Aussteller aus 35 Ländern – da wird jeder sein Auto finden.

Von Martina Wewetzer

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