"Spiegel": Schwarze Kasse bei Lufthansa-Beteiligung Sun Express

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Eine Boeing 737-800 der deutschen Fluggesellschaft SunExpress Deutschland. Foto: SunExpress

Frankfurt/Main (dpa) - Mitten im Umbau droht Lufthansa Ärger mit dem Gemeinschaftsunternehmen Sun Express. Nach "Spiegel"-Informationen soll bei dem Ferienflieger, den Lufthansa gemeinsam mit Turkish Airlines betreibt, über Jahre eine schwarze Kasse geführt worden sein.

Sun Express soll im Rahmen der neuen Billig-Plattform Eurowings ab Herbst für Lufthansa Langstreckenflüge übernehmen.

Ein Lufthansa-Sprecher sagte, vergangenes Jahr seien Hinweise auf die Rechnungslegung bei Sun Express in der Türkei bekanntgeworden. Darauf hin hätten Lufthansa und Turkish Airlines eine gemeinsame Revision durchgeführt. Sun Express erstattete demnach Selbstanzeige und versteuerte Einnahmen für drei von insgesamt knapp zwölf Jahren nach.

Dem Bericht zufolge soll die schwarze Kasse über mehr als zehn Jahre geführt und Ende 2012 aufgelöst worden sein. Gespeist wurde sie nach Erkenntnissen aus einer internen Untersuchung unter anderem aus dem Verkauf von Mitarbeitertickets, wie der "Spiegel" vorab berichtete. Genutzt wurde sie demnach beispielsweise zum Bezahlen von Visa-Gebühren.

Sun Express wurde im Oktober 1989 als Gemeinschaftsunternehmen von Turkish Airlines und Lufthansa gegründet. Heute befördert die Fluggesellschaft nach eigenen Angaben mehr als 7 Millionen Fluggäste pro Jahr.

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