Pharmaindustrie profitiert von Grippe

22 Staaten orderten Impfstoff

München/basel. Die Pharma-Industrie profitiert vom Grippeschutz. So verzeichnete der Schweizer Pharmakonzern Roche ein Plus bei seinem Grippemittel Tamiflu. In den ersten neun Monaten sei der Umsatz um neun Prozent auf 36,4 Milliarden Franken (24 Mrd. Euro) gestiegen.

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) profitiert vom Schweine-Grippeschutz mit dem Impfstoff Pandemrix. 22 Staaten hätten insgesamt 440 Millionen Dosen geordert, teilte GSK mit. Eine Impfung besteht aus zwei Dosen. Der Preis pro Impfung in Deutschland orientiere sich an der saisonalen Grippeschutzimpfung – etwa 14 Euro. Um sicherzustellen, dass jedem Staat ein Schutz ermöglicht werde, orientiere sich GSK bei den Preisen am jeweiligen Bruttoinlandsprodukt, so GSK-Sprecherin Anke Helten. Dritte Welt und Entwicklungsländer erhielten den Impfstoff zu Vorzugspreisen, ein Teil werde gespendet.

„Nutzen-Risiko-Verhältnis“

GSK verwies darauf, dass in Deutschland mehrere klinische Studien mit Pandemrix laufen. Impf-Studien an Schwangeren würden aus ethischen Gründen nicht durchgeführt. Bei einer Pandemie obliege es der Bundesregierung zu entscheiden, wer, wann geimpft werden soll. „Letztlich muss der Arzt das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei Anwendung des Impfstoffes in der Schwangerschaft unter Berücksichtigung der offiziellen Empfehlung bewerten.“ (mwe)

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