Wegen irreführenden Ratings

Standard & Poor's muss zahlen

Berlin - Wegen irreführenden Bewertungen von Finanzprodukten hat ein Bundesgericht in Australien die Ratingagentur Standard & Poor's am Montag zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt.

Die Agentur hatte komplizierte Finanzprodukte mit der Höchstnote AAA und damit als sichere Anlage bewertet, berichtete die Zeitung „The Australian“ auf ihrer Internetseite. Standard & Poor's kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen, meldete die Rundfunkanstalt ABC News.

Was machen Ratingagenturen eigentlich genau?

Was machen Ratingagenturen eigentlich genau?

Mehrere Städte und Gemeinden kauften die Derivate und verloren während der Finanzkrise rund 16 Millionen australische Dollar (12,8 Millionen Euro) mit der Investition. Neben Standard & Poor's müssen auch die Investmentbank ABN Amro und der Finanzdienstleister LGFS für die Schadensersatzforderungen aufkommen. Das Urteil könnte als Präzedenzfall auch Auswirkungen auf Europa haben, wo ähnliche Finanzprodukte im Wert von zwei Milliarden australischen Dollar verkauft wurden, zitierte ABC News aus einer Stellungnahme des Unternehmens IMF Australia, das die Sammelklage finanziert hatte.

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.