Steinmeier spricht mit METRO und Karstadt

+
Frank-Walter Steinmeier

Berlin - Im Ringen um die Zukunft des Reise- und Handelskonzerns Arcandor hat sich SPD -Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier in die Verhandlungen eingeschaltet.

“Ich spreche zur Zeit mit METRO und Karstadt“, sagte Steinmeier der “Bild am Sonntag “. Notwendig sei ein Zukunftskonzept, das “lebensfähige Kaufhäuser und lebendige Innenstädte erhält“. Der Konkurrent METRO (“Galeria Kaufhof“) hatte angeboten, eine Lösung für eine “Deutsche Warenhaus AG “ mit der angeschlagenen Arcandor-Tochter Karstadt auszuloten.

Steinmeier betonte, der Staat dürfe sich aus dem Fall Arcandor nicht heraushalten. “So als ginge uns die drohende Verödung ganzer Innenstädte in Deutschland nichts an.“ Die gleiche Position vertritt die Gewerkschaft ver.di. Kritiker einer Bürgschaft in dreistelliger Millionenhöhe für Arcandor verweisen auf die Eigentümer, darunter die Privatbank Sal. Oppenheim und die Familie Schickedanz. Sie könnten demnach eine Kapitalerhöhung durchführen oder die Reisesparte Thomas Cook verkaufen, um die Arbeitsplätze bei Karstadt zu retten.

Laut einer Umfrage im Auftrag der “Bild am Sonntag “ lehnen zwei Drittel der Bürger Staatshilfen für Karstadt ab. Einer Fusion von Kaufhof und Karstadt stehen der Emnid-Umfrage zufolge nur 32 Prozent skeptisch gegenüber, 59 Prozent wäre ein solcher Zusammenschluss “eher egal“.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.