Daimler kehrt in die Gewinnzone zurück

Stern glänzt wieder

Bei Daimler geht es wieder bergauf: Der Konzern schreibt in allen Sparten wieder deutlich schwarze Zahlen und will in diesem Jahr an die alte Ertragsstärke anknüpfen. Foto: dpa

stuttgart/kassel. Der Autobauer Daimler fährt mit hohem Tempo aus der Krise. Am Dienstag verdoppelte der Konzern das Gewinnziel für seine Pkw-Sparte Mercedes-Benz-Cars. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde im laufenden Jahr bei 2,5 Milliarden bis drei Mrd. Euro liegen, teilte das Unternehmen am Montag in Stuttgart mit.

Die Börse reagierte euphorisch auf diese positive Nachricht. Daimler-Aktien legten in der Spitze um gut acht Prozent zu und zogen den gesamten Markt nach oben. Am Abend gingen die Papiere mit einem Plus von 7,42 Prozent auf 39 Euro aus dem Handel.

Konzernchef Dieter Zetsche hatte auf der Hauptversammlung vor einer Woche noch ein Ziel von mehr als 1,5 Mrd. Euro fürs Pkw-Geschäft ausgegeben. Im ersten Quartal hatte die wichtigste Sparte des Konzerns bei Umsätzen von 11,6 Mrd. Euro ein Ebit von 806 Millionen Euro erzielt.

Auch das Konzernergebnis drehte kräftig ins Plus. Nach einem Ebit-Minus von fast 1,3 Mrd. Euro im vergangenen Jahr sei nun ein Plus von 1,2 Mrd. Euro erzielt worden. Getragen worden sei diese Entwicklung von „sehr guten Ergebnissen bei Mercedes-Benz-Cars“. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 24 Prozent auf 21,2 Mrd. Euro. Zu Absatzzahlen machte Daimler keine Angaben.

Auch die Lkw-Sparte (Trucks) kehrte im ersten Quartal in die Gewinnzone zurück. Zwar blieb der Umsatz mit 4,9 Mrd. Euro nahezu konstant. Aber als Ebit weist Daimler für seinen zweitgrößten Bereich ein Plus von 130 Mio. Euro aus. Im Vorjahreszeitraum hatte hier noch ein Minus von 142 Mio. Euro gestanden. Im Gesamtjahr soll die Sparte ein Ebit von bis zu 700 Mio. Euro in die Konzernkasse spülen.

Von der guten Entwicklung im Lkw-Bereich profitiert auch das zentrale Lkw-Achsenwerk des Konzerns in Kassel mit seinen fast 3000 Beschäftigten. Entgegen ursprünglichen Erwartungen wird bei schweren und mittelschweren Achsen die seit dem Frühjahr 2009 währende Kurzarbeit Ende Juni beendet. Ende Mai waren im Lkw-Bereich konzernweit noch 11 300 Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Auch die Transporter-Sparte (Vans) schreibt wieder deutlich schwarze Zahlen. Nach einem Ebit-Minus von 91 Mio. Euro in den ersten drei Monaten 2009 erzielte der Bereich im ersten Viertel dieses Jahres ein Plus von 64 Mio. Euro. Diese Sparte spielt in Kassel ebenfalls ein wichtige Rolle. Etwa 1200 der 3000 Beschäftigten am Standort in Nordhessen werden ihr zugeordnet. Für sie wird die Kurzarbeit vorerst weiter andauern, jedoch erheblich reduziert. Wann in Kassel wieder Vollbeschäftigung herrscht, ist noch nicht absehbar.

Von José Pinto

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