„Einkommensbelastungsquote“

Steuerzahlerbund: Deutsche arbeiten 2018 sechs Monate nur für Staatskasse

Die Deutschen haben in diesem Jahr nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes wieder mehr als sechs Monate für die Staatskasse gearbeitet.

Berlin - Erst von diesem Mittwoch an fließen - rein rechnerisch - die Einkünfte von Bürgern und Betrieben ins eigene Portemonnaie, wie der Verband am Dienstag in Berlin mitteilte. Die „Einkommensbelastungsquote“ liege in diesem Jahr bei 54,3 Prozent - höher als je zuvor, beklagte der Steuerzahlerbund. „Von jedem verdienten Euro bleiben also nur 45,7 Cent zur freien Verfügung.“

Der bei Ökonomen umstrittene „Steuerzahler-Gedenktag“, der in diesem Jahr auf den 18. Juli fällt, ist ein jährlich wiederkehrendes Rechenexempel. Es zeigt an, wie viel der Staat vom Bruttoeinkommen über Steuern und Sozialabgaben einbehält. Aktuell treibe die gute Lohnentwicklung die Menschen in immer höhere Steuersätze, heißt in der Mitteilung des Verbandes.

Die FDP mahnte deshalb eine steuerliche Entlastung der Mittelschicht an. Angesichts der „gigantischen Steuereinnahmen“ sei es eine Dreistigkeit, dass der Staat den Bürgern mehr als die Hälfte ihrer eigenen Leistung abnehme, kritisierte FDP-Fraktionsvize Christian Dürr. Er forderte „die vollständige Abschaffung des Solis, die Beseitigung der kalten Progression und des Mittelstandsbauchs“.

Auch die deutsche Wirtschaft forderte 2018 bereits Steuersenkungen von der GroKo.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Tobias Hase (Archiv)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.