Testberichte und Co.

Stiftung Warentest: Alle Informationen zu Tests und der Verbraucher-Organisation

Bier macht "glücklich"
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Bier macht "glücklich"

Stiftung Warentest: Alle Informationen zu Tests und der gemeinnützigen Verbraucher-Organisation mit Sitz in Berlin.

  • Die Stiftung Warentest wurde 1964 gegründet
  • Jedes Jahr testen Mitarbeiter tausende Produkte
  • Alle Informationen zur gemeinnützigen Verbraucher-Organisation

Berlin - Der alte Ofen hat den Geist aufgegeben und jetzt muss ein neues Küchengerät her. Hersteller gibt es unzählige, die Preise reichen von gut und günstig bis zum Luxusprodukt. Da ist guter Rat teuer. 

Was also tun? Viele Menschen behelfen sich mit den Urteilen der Stiftung Warentest. hna.de stellt die gemeinnützige deutsche Verbraucher-Organisation mit Sitz in Berlin vor.

Stiftung Warentest: Schon 1964 in Berlin gegründet

Lang ist's her: Die erste Ausgabe der Zeitschrift "test" der Stiftung Warentest aus dem Jahr 1966.

Gegründet wurde die Stiftung Warentes am 4. Dezember 1964 in Berlin. Die selbstständige rechtsfähige Stiftung wurde von der damaligen Bundesregierung unter Kanzler Konrad Adenauer (CDU) ins Leben gerufen, um den Konsumenten in Deutschland zu helfen. Nur zwei Jahre später kam das erste Testheft auf den Markt. Die Auflage betrug stattliche 210.000 Exemplare. 1967 dann der Einbruch: Die Stiftung Warentest verkaufte plötzlich kaum mehr Hefte, musste sich auf die nur rund 10.000 Menschen zählende Abo-Kundschaft verlassen.

Name 

Stiftung Warentest

Gründer

Westdeutschland

Gründung

4. Dezember 1964 in Berlin

Zentrale

Berlin

CEO

Hubertus Primus (64)

Mitarbeiter

362 (2019)

Hinter den Kulissen rumorte es, ein neues Konzept musste her. Und das wurde bei der Stiftung Warentest, die schon grobe Mängel bei Tests aufgedeckt hat, auch mit Erfolg gefunden. 1968 setzten die Macher um, dass die Untersuchungsergebnisse und Testberichte Zeitungen und Zeitschriften zur Verfügung gestellt wurden. Und zwar kostenlos. Der Plan ging auf: Die Stiftung Warentest war in aller Munde und machte mit Tests von sich reden, die etwa die Sicherheit von Kinderwagen betrafen. Viele Hersteller schnitten schlecht ab.

Stiftung Warentest: Mehr als 360 Mitarbeiter

Heute arbeiten bei der Stiftung Warentest mehr als 360 Menschen. Jedes Jahr werden tausende Produkte getestet, im Jahr 2019 waren es insgesamt 124 vergleichende Warentests. Auch Dienstleistungen wurden in Augenschein genommen, ebenso Märkte untersucht und Übersichten erstellt. Die Stiftung Warentest finanziert sich nach eigenen Angaben durch den Verkauf verschiedener Publikationen. Zu nennen sind etwa die Zeitschriften "test" und "Finanztest". Hinzukommen Bücher. 

Auch im Internet ist die gemeinnützige deutsche Verbraucher-Organisation aktiv, zu finden ist die Stiftung Warentest unter www.test.de. Die Betreiber betonen, dass man keine Anzeigen verkaufe. "So wird verhindert, dass die Stiftung Warentest in irgendeiner Form unter finanziellen Einfluss gerät", heißt es auf der Homepage. Weil man auf Werbeeinnahmen verzichtet, bezuschusst der Bund Geld. Im vergangenen Jahr waren das 2,9 Millionen Euro.

Stiftung Warentest: "Unabhängige Institute"

Ja, auch Produkte wie günstige Hornhautcremes testet die Stiftung Warentest.

Was machen die Verbraucherschützer mit Sitz in Berlin überhaupt? "Die Stiftung Warentest prüft Produkte und Dienst­leistungen nach wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten und veröffent­licht die Ergeb­nisse in ihren Publikationen", so die Selbstbeschreibung. Die Macher versichern, dass Produkte anonym im Handel eingekauft würden und Neutralität das oberste Gebot sei. Diese Maßnahmen garantierten die Unabhängigkeit der Stiftung Warentest. 

Stiftung Warentest: Olivenöl als Riesen-Aufreger

Die Stiftung Warentest ist folgendermaßen organisiert: Alleinvorstand ist Hubertus Primus (64). Der Jurist, Journalist und Manager hat das Amt seit 2012 inne. Die Geschäftsleitung ist dreiköpfig, darunter eine Frau. Unterhalb des Verwaltungsrats, der die Geschäfte überwacht, und des Kuratoriums sitzt die Chefredaktion der Stiftung Warentest. Die gemeinnützige deutsche Verbraucher-Organisation mit Sitz in Berlin ist nach eigenen Angaben auch international vernetzt und tätig.

Justizministerin Katarina Barley und Stiftung-Warentest-Chef Hubertus Primus.

Schon gewusst?

  • Die ersten Produkte, die im Jahr 1966 getestet wurden, waren Nähmaschinen und Handrührer
  • 1999 führte die Stiftung Warentest die bis heute gültigen Kategorien sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend und mangelhaft ein
  • Kaum ein Test bewegte die Deutschen mehr als der Test von Olivenöl. Gleich neun von 26 Ölen waren mangelhaft, die "test"-Zeitschrift verkaufte sich 2005 hervorragend

Stiftung Warentest: Diese Fragen stellen Google-Nutzer

Wie wird die Stiftung Warentest kontrolliert? Der Verwaltungsrat der Stiftung Warentest kontrolliert die Tätigkeit des Vorstands. Sieben Personen sind aktuell im Verwaltungsrat. Die Mitglieder sind noch bis 31. März 2024 Teil des Gremiums, drei Männer und vier Frauen. Unabhängig davon gilt für jeden einzelnen Menschen: Niemand muss auf die Ergebnisse der Stiftung Warentest vertrauen. So ist der eigene Verstand das wohl wichtigste Kontrollorgan.

Ist die Stiftung Warentest wirklich unabhängig? Die Macher betonen ihre Unabhängigkeit - und Glaubwürdigkeit ist eines der höchsten Güter, das die Stiftung Warentest hat. Dennoch ist vielerorts im Netz zu lesen, die Verbraucher-Organisation sei nicht unabhängig, sondern tanze nach der Pfeife des Stiftungskapitals. 

Welches Katzenfutter ist das beste bei Stiftung Warentest? Ja, selbst Stiftung Warentest kommt nicht an Catcontent vorbei. Der Test der Berliner hat gezeigt, dass teures Futter nicht unbedingt besser sein muss. Alle getesteten Produkte waren frei von minderwertigen Schlachtabfällen, bei einigen bemängelten die Tester eine zu hohe Phosphor-Konzentration. Beim Nassfutter haben die Produkte von Lidl und Rewe mit Sehr gut abgeschnitten.

Matthias Hoffmann

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