Wichtige Vergleiche für Geldanleger

Die Stiftung Warentest deckt mit ihrem Finanztest unseriöse Finanzdienstleistungen auf

Ein Kunde zahlt per EC-Karte.
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Finanztest gehört zu Stiftung Warentest und behandelt finanzielle Themen. (Symbolbild)

Bevor die Stiftung Warentest einen Finanztest veröffentlicht, prüfen Experten und freie Mitarbeiter als Testkunden die Finanzdienstleister umfassend.

  • Nimmt die Stiftung Warentest in Finanztests Versicherungen unter die Lupe, deckt sie immer wieder kundenunfreundliche Bedingungen auf, die nur den Versicherungsgesellschaften einen Nutzen bringen.
  • Ob Geldanlagen für Erwachsene und Kinder oder dubiose Bankgeschäfte: Die Publikationen des Verbrauchermagazins Finanztest helfen Verbrauchern beim Umgang mit Geld und Banken.
  • In der Rubrik Steuern bringt die Stiftung Warentest mit Finanztest ab und zu Themen wie Steuertipps für Rentner, die beste Steuersoftware oder Tipps zur Steuererklärung für Verstorbene.

Berlin - Normalerweise schickt die Stiftung Warentest anonyme Einkäufer los, um die zu testenden Produkte zu erwerben. Doch das funktioniert nicht bei allen Produkten, die die Stiftung unter die Lupe nimmt - zum Beispiel bei Dienstleistungen wie Finanztests.

Sobald die Stiftung Warentest zu Finanztests ihre Ergebnisse veröffentlicht, erscheinen diese in einem gesonderten Verbrauchermagazin, der Zeitschrift Finanztest. Diese Zeitschrift ist eine der drei Marken der Stiftung Warentest. Zu den Marken gehören auch die Webseite test.de und die Zeitschrift „test“. Finanztest als Magazin gibt es seit 1991. Neben monatlichen Publikationen gibt die Stiftung Warentest zusätzlich ein Jahrbuch heraus, das alle Tests des vergangenen Jahres beinhaltet.

So gehen die Finanzexperten der Stiftung Warentest vor

Um Finanzdienstleister genauer unter die Lupe zu nehmen, beziehen die Finanzexperten der Stiftung Warentest auch Geschäftsberichte und Datenbanken ein. Private Testpersonen treten als Kunden gegenüber Finanzdienstleistern auf. Wissenschaftler der Stiftung leiten sie dabei an. Versicherungs- und Finanzangebote untersuchen die Mitarbeiter der Stiftung Warentest bei Finanztests mit wissenschaftlichen Methoden. Der Hauptsitz befindet sich in Berlin am Lützowplatz südlich des Tiergartens. Stiftung Warentest wählt die Produkte dabei anonym aus - um sie dann zu testen. Wer mit dem Testlogo der Stiftung Warentest werben will, braucht dafür eine Lizenz.

Tests zu Finanzdienstleistungen finden in der gesamten Bundesrepublik Deutschland statt. Zu besonders umfangreichen und aktuellen Themen bringt die Stiftung Warentest regelmäßig Zeitschriften heraus. Sie beleuchten als „Finanztest Spezial“ dieses Thema intensiv und liefern den Kunden wertvolle Tipps für das alltägliche Leben. Ende September 2020 war die Patientenverfügung Thema einer besonderen Publikation.

Stiftung Warentest Finanztest: Verbraucherunfreundliche Versicherungen fliegen auf

Nach der Veröffentlichung von Tests der Stiftung Warentest im Finanztest haben Versicherungen oftmals reagiert. Verbraucherunfreundliche Produkte verschwanden vom Markt, nachdem sie in der Zeitschrift Finanztest schlechte Noten erhielten. Beispiele hierfür sind manche Tarife von privaten Krankenversicherungen. Für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben Versicherungen nach mehrfacher Kritik durch Finanztest bessere Bedingungen für die Kunden eingeführt. Jedes Jahr im Herbst ist die KFZ-Versicherung ein großes Thema für alle Autofahrer.

Die Stiftung Warentest bringt regelmäßig im Oktober umfassende Versicherungsvergleiche und Tipps zum richtigen Wechsel der Autoversicherung. Neu sind hier Tarifvergleiche für Elektro- und Hybridautos. Wer die KFZ-Versicherungen vergleichen möchte, kann dies dreizehn Monate lang mit einer Zahlung tun. Die Freischalt-TAN bleibt solange gültig. 2019 wurden 150 Tarife von 67 Versicherungsunternehmen getestet, 2020 waren es 160 Tarife von 71 Anbietern.

Eine Auslandskrankenversicherung, die auch längere Reisen als sechs oder acht Wochen am Stück versichert, war im April 2020 das Thema der Zeitschrift Finanztest. Insgesamt untersuchten die Tester 77 Angebote von Versicherungen und staffelten die Erkenntnisse für Reisen von 90 Tagen, 180 Tagen und einem ganzen Jahr.

Stiftung Warentest Finanztest: So schützen Sie sich vor unseriösen Geldanlagen

Über Geldanlagen berichtet die Stiftung Warentest in Finanztest regelmäßig. Die Ausgabe November 2020 berät Eltern und Großeltern dabei, wie sie am besten Geld für Kinder anlegen. Eine ständig aktuelle Liste zu unseriösen Geldanlagen und dubiosen Finanzprodukten hilft den Menschen dabei, sich vor zweifelhaften Angeboten zu schützen. Hierin sind alle Publikationen der Zeitschrift Finanztest und alle online auf test.de veröffentlichten Beiträge zusammengefasst. In folgenden Rubriken können sich die Menschen informieren:

  • Unseriöse Finanzvermittlung und unseriöse Finanzberatung
  • Geschlossene Fonds (inklusive der Gründe der Aufnahme in die Liste)
  • Wertlose Immobilien (inklusive Rechtsprechung und Ratschlägen)
  • Sonstiges: Unternehmensbeteiligungen, Geschäfte mit Lebensversicherungen, sonstige nicht empfehlenswerte Geldanlagen usw.

In der Liste befinden sich bis Mitte Oktober 2020 sechzig Einträge. Vier dieser Warnungen nahmen Finanzdienstleister zum Anlass, um dagegen zu klagen. Bisher musste die Stiftung jedoch keine einzige Warnung wieder löschen. Im Laufe der Jahre änderten sich die unseriösen Angebote deutlich. Am Anfang standen Betrügereien mit Pyramidenspielen, Timesharing und Diamantenanlagen. Zu Themen wie Festgeld, Tagesgeld und Sparbriefen prüfen die Experten von Finanztest vierzehntägig alle aktuell angebotenen Zinsen und berichten darüber auf test.de.

Stiftung Warentest Finanztest: Steuern - Wie Rentner sparen können

Die Stiftung Warentest Finanztest nimmt ebenso regelmäßig Steuern unter die Lupe. Nicht jeder Hinterbliebene denkt daran, dass auch eine Steuererklärung für den Verstorbenen zu leisten ist. Dabei geht es um die Einkünfte des letzten Jahres bis zum Tod. Dass eine freiwillige Abgabe meist zu Steuererstattungen führt, ist eine der Erkenntnisse der Finanzexperten. Darüber hinaus geben sie Tipps, welche Fristen zu beachten sind, welche Hilfestellung die Erben dafür vom Finanzamt erhalten können und woher sie weitere Informationen erhalten.

Wann ist das Witwensplitting wählbar, wann ändert sich die Steuerklasse und wann müssen weitere Erben zustimmen? Diese und weitere Fragen beantworteten die Experten in der Zeitschrift Finanztest vom Mai 2020. Auch die Finanztest-Ausgabe November 2018 beleuchtete das Thema. Damals ging es unter anderem um die Frage „Was passiert mit Einkünften des Verstorbenen, die weiter fließen?“ Steuertipps für Rentner sind kostenlose Finanztipps, die von der Stiftung Warentest online eingestellt wurden. Sie beschäftigen sich mit folgenden Themen:

  • Freibeträge für Rentner und Pensionäre
  • Ausgaben im Ruhestand
  • Die wichtigsten Steuerformulare
  • Die Bescheinigung der Nichtveranlagung

Stiftung Warentest Finanztest: Bankgeschäfte - Umsteigen auf Onlinebanking leicht gemacht

Wenn die Mitarbeiter der Stiftung Warentest Finanztests planen, sind auch Bankgeschäfte ein wichtiges Thema. Immer mehr Bankfilialen schließen, sodass Kunden zunehmend auf Onlinebanking umsteigen müssen. Nicht für jeden Bankkunden ist das einfach umzusetzen. Viele Kunden haben Sorge davor, dass Onlinebanking nicht sicher sein könnte. In der Ausgabe November 2020 nimmt die Zeitschrift Finanztest sich dieses Themas an. Sie erklärt, warum kein Bankkunde Angst vor dem Umstieg haben muss und was jeder Kunde selbst für mehr Sicherheit tun kann. Die Basisinformationen von 307 Girokonten sind ständig online abrufbar.

Für den im Oktober 2020 veröffentlichten Test haben die Finanzprofis die Konten von 125 Banken betrachtet. Neben Bankauskünften wurden zusätzlich Leserinformationen berücksichtigt. Betrachtet wurden:

  • Kostenlose Konten (mit Bedingungen)
  • Kostenlose Konten (ohne Wenn und Aber)
  • Jahrespreis (nach gleichem Schema eines Modellkunden)
  • Grundpreis je Monat (ohne Berücksichtigung einer Nutzung)
  • Preis für eine Überweisung per Beleg (Papier)
  • Onlinebanking (alle Verfahren, auch einmalige Preise)
  • Girocard
  • Kreditkarte
  • Dispozins

Die Konditionen werden künftig online alle drei Monate aktualisiert. Alle Artikel aus dem Magazin Finanztest sind einzeln abrufbar.

Riesterrente: Warum die Stiftung Warentest eine gesamte Auflage zurückziehen musste

Die Riesterrente ist ein Thema, das immer wieder in den Stiftung Warentest Finanztests auftaucht. Im Jahr 2002 war die Riester-Rente noch ganz neu, aber bereits Thema in einem Finanztest. Die veröffentlichten Berechnungen waren falsch und die Stiftung Warentest zog die gesamte Auflage zurück. Der Test wurde wiederholt und neu veröffentlicht. Verantwortlicher Chefredakteur der Zeitschrift Finanztest war Herrman-Josef Tenhagen (57). Er entschuldigte sich daraufhin öffentlich für diesen Fehler.

Seit 2005 veröffentlicht die Zeitschrift Finanztest nun jedes Jahr Tests zu den Riester-Themen. Dazu gehören Riester-Rentenversicherungen, -Banksparpläne und -Fondssparpläne. Seit 2008 werden auch Riester-Darlehen und -Bausparverträge im Zusammenhang mit der Wohn-Riester-Förderung getestet. Die Zahl der verkauften Finanztest-Hefte war zweimal besonders hoch - 2002 nach der Richtigstellung der Falschberechnungen und im Dezember 2007 wegen neuer Erkenntnisse zu qualitativen Unterschieden der Riester-Rentenversicherung. Beide Male wurden über 100.000 Exemplare am Kiosk verkauft.

Inzwischen werden regelmäßig 175.000 Hefte an Abonnenten und 28.000 Exemplare am Kiosk verkauft. Insgesamt lesen 1,35 Millionen Leser pro Monat die Zeitschrift, die online günstiger erhältlich ist. Zu den monatlichen Zeitschriften kommen Sonderausgaben spezieller Themen und Jahresbücher, die die Tests des Vorjahres zusammenfassen. (Von Elke Huber)

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