Strauss-Kahn: Zimmermädchen gibt nicht auf

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Dominique Strauss-Kahn droht neuer Ärger.

New York - Den Fall des wegen versuchter Vergewaltigung angeklagten Ex-IWF-Direktors Dominique Strauss-Kahn soll nach dem Willen des Anwalts des Zimmermädchens ein Sonderstaatsanwalt übernehmen.

Der Anwalt Kenneth Thompson forderte den Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, Cyrus Vance, auf, den Fall wegen Befangenheit abzugeben. Thompson erklärte zur Begründung, das Büro der Staatsanwaltschaft sei für Medienberichte verantwortlich, nach denen das 32-jährige Zimmermädchen in einem Telefongespräch eine Bemerkung über das Vermögen von Strauss-Kahn machte. Die Berichte bezogen sich auf anonyme Quellen. Thompson erklärte, er wolle sicherstellen, dass die Rechte seiner Mandantin gewahrt würden. Eine Sprecherin von Vance wies die Vorwürfe zurück. Die Anschuldigungen entbehrten jeglicher Grundlage, sagte sie.

Auch der New Yorker Interessenverband afroamerikanischer Gesetzeshüter forderte die Einsetzung eines Sonderstaatsanwalts. “Das ist nicht der Cy Vance, der zuvor eine umfassende und faire Strafverfolgung angekündigt hatte“, erklärte Verbandsgründer Noel Leader. Zudem forderte er Vances Büro auf, an der Anklage gegen Strauss-Kahn festzuhalten.

Treffen der Ankläger mit Verteidigern

Die Anwälte von Strauss-Kahn kamen am Mittwoch zu einem Gespräch hinter verschlossenen Türen mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Das 90-minütige Treffen sei konstruktiv verlaufen, erklärten die Juristen. Sie dringen darauf, dass die Anklage gegen Strauss-Kahn fallen gelassen wird. Staatsanwalt Vance sagte, es sei noch keine Entscheidung getroffen worden, die Ermittlungen gegen den Franzosen liefen weiter.

Strauss-Kahn war vergangene Woche aus dem Hausarrest entlassen worden, nachdem die Staatsanwaltschaft erklärte, es gebe Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers.

dapd 

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