Streik: Nun drohen auch die Flugbegleiter

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Nach den Piloten drohen der Lufthansa nun auch die Flugbegleiter mit Streik.

Frankfurt/Main - Der Lufthansa droht ein Arbeitskampf mit einer weiteren Berufsgruppe. Die rund 16 000 Flugbegleiter bestehen auf eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen.

Am ersten Tag des bislang größten Pilotenstreiks drohte die Gewerkschaft “Unabhängige Flugbegleiter Organisation“ (UFO) mit Warnstreiks, falls die Lufthansa nicht umgehend Verhandlungen zu dem gekündigten Tarifvertrag für rund 16 000 Flugbegleiter aufnehme.

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Die Gewerkschaft verlangt nach Angaben vom Montag vor allem Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Die Gehälter sollten um einen reallohnerhaltenden Festbetrag erhöht werden. Die Lufthansa habe bislang keine Gespräche zu den Ende Februar auslaufenden Tarifen angeboten. Die Streikziele der Piloten zur Arbeitsplatzsicherung seien auf “jeden Fall richtig“, sagte der UFO-Tarifexperte Joachim Müller.

Auch in der Kabine kämpfe man mit ähnlichen Problemen der “schleichenden Verlagerung von Arbeitsplätzen“. “Da wird ein neuer Hub in Zürich aufgemacht, und der wächst und wächst und irgendwann fehlen uns hier die Arbeitsplätze.“

Für die Stewards und Stewardessen sollten endlich feste Arbeitszeiten von höchstens 40 Wochenstunden festgelegt werden, verlangte UFO. Auch die Lohnfortzahlung bei Urlaub und Krankheit müsse verbessert werden. Besondere Kritik richtet sich gegen monatliche “Corporate Identity“- Seminare, an denen die Flugbegleiter in ihrer Freizeit teilnehmen müssten. “Das ist der reinste Psycho-Quatsch. (...) Viele Kollegen würden viel lieber fliegen gehen, als diese Veranstaltungen abzusitzen“, sagte Müller.

dpa

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