Streik, Streik, Streik - in Griechenland geht nichts mehr

+
Nichts geht mehr: Das öffentliche Leben in Athen ist lahmgelegt.

Athen - Die Streiks in Griechenland gehen weiter. Das öffentliche Leben steht still, überall liegt Müll herum, Taxis, Busse und U-Bahnen fahren nicht mehr. Wie lange das noch so weitergehen soll:

Stinkende Müllberge liegen in den großen Städten des Landes fast überall herum. Die Taxifahrer streiken, und auch die Bus- und U-Bahnfahrer von Athen streiken den zweiten Tag in Folge.Die Zöllner und die Beamten der Steuerämter sind am Freitag für zehn Tage in den Streik getreten. Museen blieben den dritten Tag in Folge geschlossen. Tausende Menschen kamen zu spät zur Arbeit. Die Streiks sollen auch in der kommenden Woche weitergehen.

In den größeren Städte des Landes liegen nach Schätzungen der Kommunen mittlerweile mehr als 100 000 Tonnen Müll. Aus Protest gegen anstehende Entlassungen und Gehaltskürzungen sind Angestellte der Kommunen seit über einer Woche im Ausstand. Die Regierung warnte die Müllabfuhr, dass sie private Unternehmen damit beauftragen werde, den Müll aus den Straßen zu räumen.

Nichts geht mehr: Griechenland streikt gegen Sparzwang

Nichts geht mehr: Griechenland streikt gegen Sparzwang

In Griechenland könnte es in den kommenden Tagen zu Engpässen bei der Versorgung mit Benzin und Diesel kommen. Die Zöllner traten am Freitag zunächst für zehn Tage in einen Streik. Wie ihre Gewerkschaft mitteilte, könnte der Streik unbefristet ausgedehnt werden. Die Zöllner protestieren damit gegen Gehaltskürzungen und geplante Entlassungen im staatlichen Bereich. Solange die Zöllner streiken, können Diesel und Benzin nicht abgefertigt werden und an den Markt gelangen.

Nach Angaben des Verbandes der Tankwarte reichen die Reserven in den Tankstellen “sicher für mindestens eine Woche“. Da aber viele Autofahrer aus Angst, ohne Sprit zu bleiben, am anstehenden Wochenende volltanken, “wird es schon am Montag zu großen Problemen kommen“, sagte der Sprecher der Tankwarte im Radio. Vor einigen Tankstellen in Athen bildeten sich am Freitag schon die ersten Warteschlangen.

Im staatlichen Fernsehen und Radio (ERT) gab es wieder keine Nachrichten. Die Journalisten protestieren gegen geplante Entlassungen und die Schließung des ersten Programms des griechischen Fernsehens (ET1). Für den 19. und 20. Oktober sind massive Streiks und Demonstrationen überwiegend von Staatsbediensteten geplant.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.