Strom und Gas: Kartellamt soll schärfere Waffen erhalten

Berlin - Gegen Preistreiberei auf dem Strom- und Gasmarkt will die Bundesregierung künftig verschärft vorgehen: Sie plant die Einrichtung einer sogenannten Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt.

Ziel dieser Einrichtung sei "die zeitnahe Sicherung einer transparenten Preisbildung" im Großhandel, heißt es in einem Regierungsvermerk, über den der "Spiegel" am Samstag vorab berichtete, und der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Die neue Einheit soll dem Vermerk zufolge "als zentrale Stelle marktrelevante Daten- und Informationen sammeln und auswerten". Laut "Spiegel" geht es konkret um Insidergeschäfte und Manipulationen auf dem Großhandelsmarkt.

Stellt die Markttransparenzstelle künftig Rechtsverstöße etwa gegen das Kartell-, Finanzmarkt- oder Börsenrecht fest, sollen die zuständigen Fachbehörden die Verstöße verfolgen. Wegen der großen Bedeutung der Großhandelspreise für die Endverbraucher und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen komme "dieser Überwachungsaufgabe große Bedeutung zu", heißt es in dem Vermerk. Zur Erarbeitung eines Gesetzentwurfs sollen demnach in den kommenden Wochen Gespräche geführt werden.

In der Vergangenheit hatte es oft Kritik an der Preisgestaltung der großen Stromkonzerne gegeben. So war ihnen mehrfach vorgeworfen worden, die Preise an den Börsen mit ihrer Marktmacht gezielt zu beeinflussen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.