Strom: Teuer in Dänemark, billig in Bulgarien

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In Dänemark wird am meisten Geld für Strom fällig.

Luxemburg - Auf dem EU-weiten Strommarkt herrschen große Preisunterschiede. Die Dänen müssen am meisten für eine Kilowattstunde hinlegen, die Bulgaren am wenigsten. Wo stehen deutsche Verbraucher?

Deutsche und Dänen zahlen in der EU die höchsten Strompreise. Im zweiten Halbjahr 2009 mussten die deutschen Privatkunden für 100 Kilowattstunden 22,90 Euro an ihre jeweiligen Energieversorger überweisen. In Dänemark waren es sogar 25,50 Euro. Dies teilte das Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaft (Eurostat) am Freitag mit. Der durchschnittliche Strompreis in der EU lag bei 16,50 Euro. Am günstigsten war Strom in Bulgarien (8,20 Euro), Estland (9,20 Euro) und Litauen (9,30 Euro).

Zwischen dem zweiten Halbjahr 2008 und dem zweiten Halbjahr 2009 seien die Preise in Zypern (minus 20 Prozent) und Italien (minus 10 Prozent) am stärksten zurückgegangen. Dagegen mussten die Menschen in Polen (plus 18 Prozent), Luxemburg (plus 17 Prozent) und Slowenien (plus 16 Prozent) tiefer in die Tasche greifen.

Auch in Deutschland stiegen die Preise, jedoch um vergleichsweise moderate 4,5 Prozent. EU-weit errechnete Eurostat einen Rückgang um 1,5 Prozent. Bei den Gaspreisen lagen die deutschen Verbraucher im EU-Vergleich dagegen auf der Gewinnerseite.

Für den Untersuchungszeitraum verzeichnete Eurostat zwischen Flensburg und dem Bodensee einen Rückgang der Gaspreise um fast 23 Prozent. Nur in Belgien (29 Prozent), Italien (26 Prozent), Lettland und Slowenien (jeweils 24 Prozent) sanken die Preise noch stärker. Ungarn (11 Prozent), Litauer und Polen (je 6 Prozent) mussten dagegen mit höheren Gaspreisen leben. EU-weit zahlten die Verbraucher im Durchschnitt 16 Prozent weniger. Im selben Zeitraum zwischen 2007 und 2008 waren sowohl Strom- als auch Gas-Preise EU-weit gestiegen, Gas um durchschnittlich 21 Prozent, Strom um fast 7 Prozent.

dpa

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