Nach Reform von 2014

Strompreis sinkt erstmals seit 15 Jahren

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Rund 52 Prozent des Strompreises machen heute Steuern und Abgaben aus. Foto: Jens Büttner

Berlin - Das sind doch einmal gute Nachrichten: Erstmals seit 15 Jahren ist der Strompreis für deutsche Haushalte leicht gesunken.

Ein Haushalt mit drei Personen und einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden zahle derzeit rund 84 Euro (2014: 85 Euro) im Monat für Strom, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit. Pro Kilowattstunde fallen damit rund 29,75 Cent an. Im Jahr 2000 zahlte ein Durchschnittshaushalt mit 3500 Kilowattstunden Verbrauch nur 40,66 Euro im Monat für Strom.

Rund 52 Prozent des Strompreises machen heute Steuern und Abgaben aus. Verbraucherschützer kritisieren aber, dass Versorger die dank mehr Solar- und Windstrom gesunkenen Einkaufspreise nur unzureichend an die Kunden weitergeben würden.

In diesem Jahr zahlen die Bürger auch erstmals weniger Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien. Die Umlage sank auf 6,17 Cent je Kilowattstunde (18 Euro im Monat). Da das Konto bis März mit fast 4,2 Milliarden Euro im Plus war, könnte die Umlage 2016 erneut sinken.

2014 hatte es eine Reform mit Förderkürzungen gegeben. Betreiber von Ökoenergie-Anlagen bekommen für 20 Jahre über Marktpreisen liegende Vergütungen, um damit im Rahmen der Energiewende den Grünstrom-Anteil rasch zu steigern. Mittelfristig soll die Förderung aber auslaufen.

dpa

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