Studie: Bulgaren und Rumänen finden rasch Job

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64 Prozent der in Deutschland lebenden Südosteuropäer im erwerbsfähigen Alter geht einer Arbeit nach. Foto: Peter Kneffel

Nürnberg (dpa) - Die zuletzt zugewanderten Bulgaren und Rumänen haben nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern rasch einen Job in Deutschland gefunden.

Im August seien 64 Prozent der hier lebenden Südosteuropäer im erwerbsfähigen Alter einer Arbeit nachgegangen - mit steigender Tendenz, geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Zähle man auch noch die Selbstständigen und nicht abgabepflichtigen Saisonarbeiter hinzu, habe die Erwerbsquote sogar bei rund 80 Prozent gelegen. Arbeitslos seien zuletzt im Juli 9,3 Prozent gewesen. Im August haben laut IAB 637 000 Bulgaren und Rumänen in Deutschland gelebt, rund 12 000 mehr als im Vorjahr.

Besorgt zeigen sich die Arbeitsmarktforscher dagegen über die seit Monaten steigende Zahl der Hartz-IV-Empfänger bei Menschen aus den beiden südosteuropäischen Staaten. Im Juni hätten 105 000 Bulgaren und Rumänen Hartz-IV-Leistungen bezogen. Dies sind inzwischen 17,1 Prozent aller in Deutschland lebenden Bulgaren und Rumänen.

Damit liege diese Quote nicht nur deutlich über der Hartz-IV-Quote der deutschen Bevölkerung, sondern auch über der aller Ausländer. Die hohe Quote gehe allerdings größtenteils auf das Konto bulgarischer Zuwanderer. Von ihnen beziehen inzwischen 28,2 Prozent Hartz IV. Viele seien aber Aufstocker, die ihren niedrigen Lohn mit Hartz-IV aufbesserten.

Anfang 2014 waren für Arbeitskräfte aus beiden südosteuropäischen EU-Ländern die letzten Hürden bei der Jobsuche in Deutschland gefallen. Kritiker hatten damals einen Ansturm von Arbeitssuchenden aus beiden Ländern auf den deutschen Arbeitsmarkt befürchtet. Für dieses Jahr rechnet das IAB mit 130 000 bis 150 000 Zuwanderern aus beiden Ländern.

IAB-Studie zur Zuwanderung von Bulgaren und Rumänen

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