Studie

Digitaler Gedächtnisverlust birgt Risiken

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Wer während eines Meetings Notizen in den Computer tippt, kann dem Gespräch nicht mehr aufmerksam folgen. Das ergab eine Studie von Kaspersky Lab. 

Die Digitalisierung hat in der Arbeitswelt vieles vereinfacht - das Verwalten von Inhalten oder die Kommunikation etwa. Doch eine aktuelle Studie weist auch auf unerwünschte Effekte hin.

Ingolstadt - Durch den verbreiteten Einsatz von mobilen Geräten zum Abspeichern von Informationen hat sich die sogenannte digitale Amnesie zu einem Phänomen auch in der Arbeitswelt entwickelt.

Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der deutschen Befragten einer Studie bemängeln, dass mit der Aufzeichnung von Notizen in digitaler Form vieles verloren geht, was für ein späteres Verständnis wichtig ist, etwa der Kontext und die Gefühle, die im Zusammenhang mit den Fakten geäußert wurden.

Fünf Prozent der befragten Deutschen seien sogar komplett abhängig von digitalen Notizen während eines Meetings, ergab eine Studie des Software-Unternehmens Kaspersky Lab. "Die digitale Amnesie in der Arbeitswelt birgt Risiken", sagt auch Gorkan Ahmetoglu, Dozent für Arbeitspsychologie am University College London.

Die Studie zeigte zudem, dass jeder Zweite der Befragten in Deutschland und Europa während des Tippens seiner Meeting-Notizen nicht mehr aktiv dem Geschehen folgen kann. Der Rückschluss: Somit überschätzen viele Arbeitnehmer ihre Fähigkeiten zum Multitasking.

Befragt wurden um den Jahreswechsel 2015/2016 herum 1200 Menschen in Europa, davon 200 in Deutschland, neben Führungskräften auch Mitarbeiter unter anderem aus den Bereichen IT und Technologie, Vertrieb und Marketing. Kaspersky Lab mit Sitz in Moskau bezeichnet sich als global agierendes Cybersicherheitsunternehmen.

dpa

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