Studie: Fachkräftemangel bei Ingenieuren kostet Milliarden

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In der Werkstatt der KD Stahl- und Maschinenbau GmbH in Breitenworbis arbeiten Joachim Stolze und Tobias Müller an der Spezialanfertigung einer Häckselmaschine.

Hannover - Der sich verschärfende Mangel an Fachkräften in den Ingenieurberufen schlägt sich für die deutschen Unternehmen laut einer Studie inzwischen in messbaren Milliardenverlusten nieder.

Im vorigen Jahr entsprachen die 36 000 fehlenden Fachkräfte finanziellen Einbußen von rund 3,3 Milliarden Euro in der Produktion. Dies teilte der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) am Montag auf der weltgrößten Industrieschau Hannover Messe mit. Die Zahl der offenen Ingenieur- Stellen habe zwischen Januar und Dezember 2010 um mehr als die Hälfte zugenommen. Bei den verfügbaren Kollegen herrsche Vollbeschäftigung.

Der VDI sieht weiterhin massive Nachwuchsprobleme. Im vorletzten Jahr konnten die Absolventen-Zahlen in ingenieurwissenschaftlichen Fächern zwar wieder gesteigert werden, hieß es. Trotz des Zuwachses um 9 Prozent bleibe die “Ingenieur-Lücke“ aber weiter bestehen.

Nötig sei ein bundesweites Bildungskonzept, das Jugendlichen mehr Appetit auf technische Studiengänge macht. “Nur durch eine Strategie, in der die technische Bildung integraler Bestandteil unserer Schulbildung ist, wird das Verständnis und die Akzeptanz für Technik größer“, erklärte VDI-Chef Willi Fuchs. Der Verein hatte die Studie zum Fachkräftemangel in Hannover zusammen mit dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln vorgestellt.

dpa

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