Energiewende kostet bis zu 60 Prozent mehr

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Trotz der Energiewende mit dem  Ausbau der Windkraft auf See und an Land  würde das Regierungsziel von 40 Prozent weniger Emissionen klar verfehlt.

Berlin - Die Energiewende bringt zwar einen großen Nutzen für den Klimaschutz, sie könnte aber höhere Strompreise bedeuten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey.

Nach der am Dienstag vorgestellten Studie könnte der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 31 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken, wenn mehr beim Energiesparen passiert und ein Ausbau der Windkraft auf See und an Land gelingt. Trotz der Energiewende würde damit aber das Regierungsziel von 40 Prozent weniger Emissionen klar verfehlt.

Gleichzeitig könnten die über den Strompreis zu zahlenden Kosten für den Ausbau von Wind- und Solarenergie für Unternehmen und Bürger von derzeit 13,5 Milliarden Euro jährlich um rund 60 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro steigen. Privathaushalte müssten bis 2020 daher mit Strompreisen von rund 29 Cent pro Kilowattstunde rechnen, rund drei Cent mehr als heute - das wäre aber noch ein eher moderater Anstieg.

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Ein Hauptproblem ist der Studie zufolge, dass der Energieverbrauch weit weniger stark sinken könnte als von der Regierung erwartet. Zugleich sei dank der erneuerbaren Energien mit einem Rückgang der teuren Importe fossiler Brennstoffe um 21 Prozent bis 2020 zu rechnen.

Die Versorgungssicherheit mit Strom werde wegen fehlender Netze und des höheren Anteils an Ökoenergie sinken. Die Gefahr von Stromausfällen steige, weil erst rund 200 Kilometer an neuen Höchstspannungsleitungen fertiggestellt seien, gebraucht werden aber nach Expertenschätzungen mehr als 4000 Kilometer. Daher sei der Neubau von konventionellen Kraftwerken, die anders als Ökoenergie rund um die Uhr eine berechenbare Menge Strom liefern, essenziell.

dpa

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