Studie: Immer weniger "Solo-Selbstständige" in Deutschland

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Josetti-Höfe in Berlin-Mitte: Hier sind zahlreiche Ein-Mann-Unternehmen und Kleinfirmen aus dem Kreativbereich untergebracht. Foto: Steffen Kugler/Archiv

Berlin (dpa) - Angesichts der guten Konjunktur in Deutschland suchen laut einer Studie immer weniger sogenannte Solo-Selbstständige ihr Glück auf dem freien Arbeitsmarkt und wechseln häufiger in einen festen Job.

Seit 2012 sei die Zahl der Ein-Mann-Unternehmen um acht Prozent zurückgegangen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das Blatt beruft sich auf ein Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für das Arbeitsministerium.

Der Studie zufolge gab es 2014 noch 2,34 Millionen Menschen, die ihre Dienstleistungen einzeln ohne Angestellte anboten. Dies widerspreche dem weit verbreiteten Eindruck, dass die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft den Trend hin zu "Solo-Selbstständigen" beschleunige.

"Der Arbeitsmarkt bietet angesichts der günstigen Konjunktur oft bessere Beschäftigungsalternativen", heißt es in der Untersuchung. Gerade bei akademisch Ausgebildeten gehe die Zahl der "Solo-Selbstständigen" inzwischen deutlich zurück.

Problematisch ist nach der DIW-Studie, dass die Altersvorsorge bei den allein tätigen Selbstständigen an Bedeutung verloren hat. Nicht einmal mehr die Hälfte von ihnen sorge für das Alter vor. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) erklärte laut "SZ" dazu, dies berge "ein neues Risiko für Altersarmut". Sie wolle im November ein Weißbuch mit konkreten Lösungsoptionen vorlegen.

DIW

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