Studie: Schlechte Bildung führt zu Milliardenkosten

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Laut einer Studie gehen jährlich 150 000 junge Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung ins Berufsleben.

Gütersloh - Schlechte Bildung und fehlende Berufsabschlüsse ziehen nach einer Studie Milliardenkosten für die Allgemeinheit nach sich.

Jährlich gingen 150 000 junge Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung ins Berufsleben. “Wenn es nicht gelingt, diese Zahl zu halbieren, entstehen für die öffentlichen Haushalte Belastungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro pro Altersjahrgang“, warnt die am Dienstag vorgestellte Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

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Vor allem die Einnahmeverluste aufgrund geringerer Lohnsteuer-Zahlungen kommen den Staat teuer zu stehen, zeigt die Studie. Sie haben einen Anteil von 70 Prozent an den Gesamtkosten. Weitere Kosten entstehen durch entgangene Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sowie Ausgaben für Arbeitslosengeld und notwendige Sozialtransfers. Die Folgekosten fallen zu 40 Prozent auf Bundesebene an, 30 Prozent tragen die Bundesländer und jeweils 15 Prozent entfallen auf die Kommunen und die Bundesagentur für Arbeit.

Die Berechnungen basieren auf der Annahme, dass es künftig gelingt, die Zahl junger Menschen ohne Ausbildungsabschluss zu halbieren. Dadurch würden die öffentlichen Haushalte hochgerechnet auf die nächsten zehn Jahre Folgekosten von insgesamt 15 Milliarden Euro sparen.

dpa

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